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Lübeck Schlutup lockt mit schönen Winkeln
Lokales Lübeck Schlutup lockt mit schönen Winkeln
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20:37 01.08.2016
Günter Steffen (v.l.) sowie Irmgard und Hans-Jürgen Wicke präsentieren beim alten Fischerkahn vor der Kirche den neuen Flyer. Quelle: Teichmann

Schlutup. Die großen Villen der „Fischbarone“, alte Fischerhäuser, die Fischerkirche St. Andreas, das für Wanderer und Radler verlockende Umland mit Wald und Wiesen, die Wassermühle, die Kutter im Hafen, die Schlutuper Wiek, die wie ein Fjord anmutet, und die Grenzdokumentationsstätte, die bundesweit Anklang findet: Der Lübecker Stadtteil Schlutup hat wahrlich viel zu bieten.

Günter Steffen, Schlutuper in sechster Generation, lässt auf seine nahe Heimat nichts kommen. Und er will, dass noch viel mehr Menschen Schlutup kennen und lieben lernen. Deshalb hat er den Flyer „Herzlich willkommen in Schlutup“ entwickelt und „trommelt“ mit ihm für seinen Ort. 1000 Flyer hat Steffen schon unter die Leute gebracht, jetzt folgt die zweite Auflage mit ebenfalls 1000 Stück.

Gemeinsam mit einer rührigen Gruppe von Schlutupern will Steffen den Stadtteil weiter voranbringen. Er hat den Rückhalt des Awo- Treffs am Lauer Weg, der von Irmgard und Hans-Jürgen Wicke geleitet wird, er kann sich auf den Gemeinnützigen Verein verlassen. In beiden Vereinen engagiert er sich, ebenso in der Kirchengemeinde. Die 6000 Schlutuper sind eine eingeschworene Gemeinschaft. „Wir fühlen uns wohl hier“, sagen Irmgard und Hans-Jürgen Wicke sowie Günter Steffen wie aus einem Mund.

Mit dem Ort, der einst an der unseligen Grenze klebte, soll es weiter bergauf gehen. Denn hier und da gibt es noch Defizite. Schlutup hat keine Fleischerei mehr und keine Lotto-Annahmestelle. Wer ein saftiges Steak brutzeln will oder das große Glück sucht, muss zunächst einmal in den Bus steigen. Steffen und das Ehepaar Wicke werben um Unternehmen, die sich in Schlutup niederlassen wollen. „Es lohnt sich“, sagt Steffen und nennt als Beispiel die Bäckerei Schüler an der Ecke Mecklenburger Straße/Wesloer Landstraße. Steffen: „Die vor drei Jahren eröffnete Filiale wird fantastisch angenommen.“ Unternehmer, die Interesse haben, sich in Schlutup niederzulassen, können sich an den Vorsitzenden des Gemeinnützigen Vereins, Achim März, wenden (Telefon: 0162/ 2366523).

Der begeisterte Schlutuper Günter Steffen hat einen Traum, wie Schlutup noch mehr ins Rampenlicht der Ausflügler geraten könnte: „Es wäre großartig, wenn die Fahrgastlinie Könemann, die mit ihren Schiffen von der Lübecker Drehbrücke nach Travemünde fährt, an ihrem firmeneigenen Privatanlieger in Schlutup Station machen würde.“ Dann könnten Urlauber und Einheimische mit dem Schiff von der Altstadt oder von Travemünde aus nach Schlutup schippern. Denn ein Ausflug dorthin lohne sich immer. Acht Ferienwohnungen laden zu längeren Aufenthalten. „Wir haben hier mit vier Gaststätten eine gut funktionierende Gastronomie“, betonen Irmgard und Hans-Jürgen Wicke und verweisen auf die vielen Veranstaltungen, die es das ganze Jahr über im Ort gibt. Der Awo-Treff mit seinen 245 Mitgliedern ist der größte Veranstalter in diesem Stadtteil. Insgesamt 10 000 Besucher nutzen jährlich die Angebote. Die Ortsfeste auf dem Marktplatz, der vor sieben Jahren mit Unterstützung der Possehl-Stiftung und der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung finanziert wurde, sind beliebt. Der Marktplatz hat sich zu einem echten Ortszentrum entwickelt.

Feste in Schlutup

des Awo-Treffs Schlutup mit den Travesängern auf dem Vereinsgelände am Lauer Weg 1 findet am Sonntag, 28. August, ab 11 Uhr statt. Es gibt Kaffee und Kuchen, Heißes vom Grill und kühle Getränke. Der Eintritt ist frei.

Das Marktfest steigt am 4. September auf dem Marktplatz in Schlutup. Die Schlutuper erwarten viele Besucher. Ein Flohmarkt lädt zum Stöbern ein. Der Erlös des Festes fließt in die Schwimmbadsanierung.

Torsten Teichmann

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