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Lübeck Schlutuper dürfen Freibad umbauen
Lokales Lübeck Schlutuper dürfen Freibad umbauen
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11:54 21.07.2016

„Es gebe die Möglichkeit, jetzt sofort anzufangen“, macht Christopher Lötsch (CDU) klar. Seine Fraktion hat das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) hat indes Bedenken.

„Wir wollen keinen Schnellschuss, sondern mit Bedacht vorgehen.“ Zwar würde sich die Stadt freuen, wenn die Schlutuper ihr Freibad selbst sanieren, aber es sei nicht zu erwarten, dass der Verein 800000 Euro zusammenbekomme. Daher sollte man das Thema im Zuge der Gespräche über den Finanzplan 2017 im November diskutieren. „Wenn wir bis dahin warten, verlieren wir eine Saison“, sagt Lötsch. „Es ist ein grundsätzliches Übel, dass in der Verwaltung immer gesagt wird, was nicht geht“, sagt CDU-Fraktionschef Andreas Zander. Er wolle aber wissen, wie es gehen könne. Der Verein habe auch den Marktplatz auf eigene Kosten saniert. „Es geht um die Form“, erklärt SPD-Fraktionschef Jan Lindenau. Es müssten Fragen der Haftung und der Steuer geklärt werden. „Wir müssen uns haftungsrechtlich absichern“, stimmt Peter Reinhardt (SPD) zu. „Wenn man einen Altbau anfasst, dann ist das wie eine Wundertüte“, warnt Carl Howe (GAL). Die Idee findet er indes „charmant“. Lötsch ärgert sich: „Die SPD will die Sanierung verhindern.“ Den Vorwurf wollen die Sozialdemokraten nicht auf sich sitzen lassen. Eine kleine Änderung im Antrag, der Verein müsse alles mit den Schwimmbädern besprechen – und alle stimmen zu.

Der Verein hat bereits ein Konzept erstellt und es den Lübecker Schwimmbädern vorgestellt. Der Investitionsbedarf beträgt 800000 Euro. Das hat ein Hamburger Architekturbüro geschätzt. Es fehlt eine Filteranlage, die Warmwasseraufbereitung steht kurz vor dem Versagen, Schmutz- und Regenwasserleitungen müssen getrennt werden. Zudem muss ein Gebäude abgedichtet werden, Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten stammen aus den 50er-Jahren und müssen renoviert werden. Zudem ist das Freibad nicht barrierefrei. Um die Umkleideräume und Sanitäranlagen sowie das Gebäude will sich der Verein kümmern und dafür 350000 Euro aufbringen.

 jvz

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