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Lübeck Schmücken und schrauben fürs Festival
Lokales Lübeck Schmücken und schrauben fürs Festival
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09:49 19.05.2016
Eine stabile Basis für eines der Pagodenzelte baut Markus Grimm (37) von der Firma Eventkontor zusammen. Der Koberg füllt sich langsam.

Carsten Albrecht steht im Bereich Kleine Altefähre/Große Altefähre und baut sein Stativ auf. Zwei Wochen lang hat er alles vorbereitet, seit Pfingsten mit sechs Mann 250 Regenschirme fein verdrahtet, 750 Meter Stahlseil zwischen Altstadthäusern gespannt, 20 überdimensionale Lampenschirme gebaut, dafür von Hand Metallringe gesägt und geschliffen, Lüster, Windräder, Bilder und Wäsche hoch oben über den Straßen befestigt. Jetzt kann der Dekorateur sein Werk in Ruhe fotografieren und einen kleinen Plausch halten mit der Anwohnerin Monika Hille und dem Schauspieler Andreas Hutzel. Sie alle sind stolz auf ihre jetzt so bunte Kleine Altefähre, die an diesem Tag viele Touristen Richtung Hansemuseum passieren – und natürlich ebenfalls fotografieren.

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Glitzernd: Lüster aus Kunststoff, die im Sonnenlicht funkeln, werden in der Kleinen Burgstraße angebracht.

„Ich freu’ mich aufs Festival. Lübeck ist eine schicke Stadt.“Daniel Scheel (37), Firma Sitzmoment

Dort hingegen, wo von Freitag an kulinarisch und musikalisch der Bär steppt, ist noch nicht ganz so viel Festliches und Fröhliches zu sehen – auf dem Koberg. Stunde um Stunde wächst jedoch auch hier eine kleine Festivalstadt heran. Die Firma Eventkontor baut Pagodenzelte und ein gläsernes Zelt auf, in denen sich von Freitag an die Gastronomie präsentieren wird.

Mittendrin und fast permanent am Telefon: Marian Rojahn von der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM), die das Hansekultur-Festival im Auftrag der Stadt organisiert. „Bisher läuft alles nach Plan“, sagt Rojahn, Projektleiter für den Koberg. Mit seinem Kollegen Patrick Lichtenstein und dem Auszubildenden Sebastian Bruch achtet der 27-Jährige darauf, dass alles an den richtigen Platz kommt. Zudem schrauben die drei Festival-Schilder zusammen. Einige einsame Birkenstämme in Metallständern werfen Fragen beim interessierten Laien auf – Fragen, die Rojahn gleich beantwortet: „Das wird der Eingang für das Fair.Bio.Regional-Zelt.“

Recht pünktlich fährt auch die Firma Sitzmoment von der zu Rügen gehörenden Mini-Insel Ummanz auf den Koberg. An Bord des Lastwagens: jede Menge Holzpaletten und hölzerne Blumenkästen. Firmenchef Daniel Scheel baut Sitzgruppen aus den Paletten, jeder Tisch bekommt einen Blumentopf und Lavendel für die Mitte, „damit es auch gut riecht.“ 120 Sitzplätze und 30 Garnituren werden es. Doch erst einmal bleiben die Paletten über Nacht fest verschnürt, damit niemand die fertigen Garnituren abtransportiert. „Ich werde in Ruhe die Blumentöpfe bepflanzen“, erklärt Scheel, der in den Sonnenschein Richtung St. Jakobi blinzelt und feststellt: „Ich freu’ mich auf das Festival, Lübeck ist eine schicke Stadt.“

Die Vorfreude ist vielen Organisatoren und Helfern anzumerken, auch wenn bis Freitag noch eine Menge Stress ansteht. Festival-Leiterin Wibke Borns (35) fällt fast das Ohr ab, so viele Anrufe bekommt sie von den vielen Beteiligten, so viel gilt es noch kurzfristig zu klären.

Heute wird die große Bühne auf dem Koberg aufgebaut, Anschlüsse für Wasser und Strom werden ebenfalls erst kurz vor dem Festival verlegt. „Am Freitag“, so Borns, „sind wir morgens ab 5 Uhr vor Ort, denn dann werden auch die Große Burgstraße und die Beckergrube gesperrt.“ Erst dann werden hier die entsprechenden Aufbau-Aktivitäten für das dreitägige Festival stattfinden.

Noch einmal zur Erinnerung: Komplett gesperrt werden von morgen, 5 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, die Große Burgstraße, der Koberg, die Breite Straße und die Beckergrube bis zur Einmündung Fünfhausen, die Clemensstraße und die Alsheide. Parkplätze in diesen Bereichen können nicht genutzt werden. Wer aus der Königstraße kommend die Altstadtinsel verlassen möchte, muss die Glockengießerstraße nutzen, denn hier wird die Einbahnstraßenregelung umgekehrt.

Am morgigen Freitag erscheint in den LN ein zweiseitiges Programm des Hansekultur-Festivals.

 Sabine Risch

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