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Lübeck Schnippeln und Schleppen am Traveufer
Lokales Lübeck Schnippeln und Schleppen am Traveufer
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22:17 12.08.2015

Heute ist der siebte Tag des Duckstein-Festivals, und Thorsten Weis vom Veranstalter bwp ist „absolut glücklich“ mit dem bisherigen Verlauf. Das Wochenende sei grandios gewesen, die Lübecker gut drauf und die Besucherzahlen unter der Woche ließen auch keine Wünsche offen.

Damit das Festival am Traveufer so rund laufen kann, arbeiten Ständebetreiber und Angestellte hinter den Kulissen viel und hart. „Da sind die Männer aus unserem Logistik-Team, die neben sechs anderen Ständen auch das Präsidium und die Cocktailbar betreuen“, so Weis. Gerade an heißen Tagen sind körperliche Arbeiten besonders anstrengend. Doch auch die Standbetreiber verbringen täglich viele Stunden mit der Vorbereitung auf den Abend, damit die Besucher die musikalischen und künstlerischen Highlights des Festivals komplett genießen können.

Davon wird es bis Sonntag noch einige auf Travebühne und Theaterplatz geben. Heute Abend bieten The Les Chlöcards ab 19.15 Uhr Rock-Klassiker neu interpretiert, am Freitag können Tanzfreudige ab 19.45 Uhr beim Salsa-Workshop auf dem Theaterplatz mitmachen, während parallel die Gregor Hilden Band und Deborah Woodson auf der Bühne stehen. Mit Max and Friends gibt es am Sonnabend feinsten Jazz mit Heimvorteil.

30 Kilogramm Teig für die Pizzamacher
Um 8 Uhr früh steht Nicola Diana von Ristorante Diana in Bad Schwartau in der Küche seines Restaurants und fängt an, für das Zelt von Don Vito zu schnippeln. Bis zu 30 Kilogramm Gemüse muss er für einen Abend auf dem Duckstein zu Antipasti verarbeiten. Hinzu kommen etwa 20 bis 30 Kilo Pizzateig. „Unsere Pizza ist bei den Gästen besonders beliebt“, so Diana. Unter der Woche fährt er die Speisen um 16 Uhr auf das Gelände und bestückt mit Kollegin Dunja Lüdike die ersten Teller.
Fünf bis sechs Stunden Cocktailgläser spülen
Um 16 Uhr kommt Barkeeperin Kristin Dittrich (33) mit einer Kollegin zur Vorbereitung der neuen Gin-Bar. „Wir öffnen die Zelte, räumen auf, was vom Abend übrig ist, wischen die 20 Tische und verteilen Kerzen.“
Anschließend wird Bestandsaufnahme an der Bar gemacht. 33 Flaschen mit diversen Alkoholika müssen bereitstehen. Aus acht großen Kisten schaufelt sie anschließend Crusheis in Kübel. „Außerdem spült pro Abend eine Person sechs Stunden kontinuierlich 700 Gläser“, so Dittrich. Feierabend ist meist erst gegen Mitternacht.
Elf Jungs mit einer „Wunschliste“
Acht Stände betreuen elf Jungs des Duckstein-Logistikteams. Jeden Morgen organisieren sie die bis zu drei Seiten langen „Wunschlisten“, die die Stände täglich verfassen. „Auf den Listen stehten Wein, Bier, andere Getränke und Crush- eis, aber auch Reinigungsmittel, und kleine Witze wie Schoko- Osterhasen“, so Logistiker Oliver Lawerenz (28). Ein 50-Liter-Fass Bier wiegt 62 Kilo, manche Stände bestellen zehn Fässer täglich, die nach Ankunft von den Jungs aus dem „Logiland“ zu den Ständen transportiert werden müssen.
Sieben Mitarbeiter, sieben Gerichte
Um jeden Abend sieben indische Gerichte anbieten zu können, muss das siebenköpfige Team von Shikara mittags um 13 Uhr mit der Arbeit anfangen. „Erst machen wir sauber, dann bereiten wir das Essen vor“, erzählt Kristof Zurawski (50). 60 bis 70 Kilogramm frisches Gemüse müssen pro Tag in Würfel und Streifen geschnitten werden, ebenso 80 Kilo Hühnchen und 40 Kilo Lammfleisch. Außerdem verbrauchen sie zwölf Kisten Reis.
„Vier Leute stehen abends an den Pfannen, zwei in der Küche, einer bei den Getränken — und immer muss auch einer zum Kühlcontainer auf dem Parkplatz laufen und Nachschub holen“, erzählt Zurawski.
Feierabend macht das Team in der Regel um Mitternacht — oder sogar später.

lj

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