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Lübeck Schöne Kontraste in traumhafter Location
Lokales Lübeck Schöne Kontraste in traumhafter Location
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20:15 17.09.2016
Gerade angekommen und schon Platz genommen: Jutta und Peter Johnsen lassen sich von Sven Meyer von „Inform“ die neue, äußerst variable Sitzgruppe der Firma Bullfrog zeigen. Quelle: Fotos: Lutz Roeßler (3), Olaf Malzahn (3)

St. Lorenz Nord. Wenn es Abend wird auf der Kulturwerft Gollan, wenn die ehemalige Werkhalle der LMG leicht mystisch illuminiert wird, herrscht gerade an diesem Wochenende eine ganz besondere Stimmung. Es sei, sagt Architekt Thomas Schröder-Berkentien, „die Spannung aus bestehender Industrie-Architektur und innovativem Input.“ Er ist anlässlich der ersten Lübecker Designtage in der aktuell angesagtesten Location der Hansestadt schlichtweg begeistert.

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Die Designtage Lübeck mit insgesamt 33 Ausstellern finden erstmals auf der Kulturwerft Gollan statt – Begeisterung bei Teilnehmern und Besuchern – Heute Auftakt mit Jazzfrühschoppen.

Moderne Möbel, Hölzer, Bäder, Lampen, Kleidung, Schmuck und mehr – es ist, als wäre die Kulturwerft eigens für diese alle zwei Jahre stattfindende Schau des guten Geschmacks geschaffen worden. Auch Veranstalterin Jana Kürbis ist glücklich. „Eine coole Location“, sagt sie. „Wir sind mit den Designtagen angekommen.“

Jürgen Ziegenbein von der Goldschmiede „Das kleine Kra“ nimmt schon seit vielen Jahren an den Designtagen teil. Er nennt die Location „den Glücksfall schlechthin für Lübeck“.

Raumausstatter Dierk Süfke, von Anbeginn bei den Designtagen dabei, fühlt sich an die Premiere seinerzeit bei Huckepack-Wiek erinnert. Zwischen Schrott habe man beispielsweise ein knallrotes, hochmodernes Sofa präsentiert. Schöne Kontraste im improvisierten Ausstellungsraum. Kontraste gibt es auf der Kulturwerft auch, improvisiert ist nichts. Die Aussteller haben sich auf 2000 Quadratmetern passende Plätze ausgesucht, es gibt Raum zum Relaxen, Frank Sengers Team vom Holiday Inn sorgt mit Catering vom „Kochwerk“dafür, dass angesichts all der schönen Dinge niemand schwächelt.

Draußen, hinter der Halle, findet sich unter dem Dachgerippe einer weiteren Werkhalle ein Sandplatz mit großer Bühne. Erstmals werden die Designtage von Live-Musik und Showacts begleitet. Am Freitag spielten mehrere Bands, gestern, zur großen Designtage-Party, Max & Friends. Von hier draußen zieht auch würziger Rauch gen Haupthalle: Heiko und Anne Franz vom Energiestudio Timmendorfer Strand befeuern einen Kamin und einen ganz speziellen Grill.

Begeistert sind eigentlich alle von der Atmosphäre, und für die Besucher bieten die 33 Aussteller deutlich mehr als noch vor zwei Jahren. Birgit Stamp-Oehme hat ihren bei Designerin Katja Lux erstandenen Hut gleich aufgesetzt und sieht richtig glücklich aus. „Einmalig, einfach super“, sagt sie über die Location, aber auch die Designtage selbst findet sie toll, „weil man hier Geschäfte kennenlernt, von deren Existenz man vielleicht gar nichts weiß“. Und weil sie sich in dieser Atmosphäre etwas traut: „In ein Hutgeschäft würde ich sonst nie reingehen“, sagt sie. Bernadette Büsgen, „bewaffnet“ mit einem Fotoapparat, geht von Stand zu Stand. „Sehr gut“, sagt Büsgen, gefallen ihr die Designtage, „vor allem die Einrichtungssachen passen gut hierher.“Auch bei Holzgestalterin Maren Regenberg schaut sie vorbei. Die bietet neben filigranen Holzschalen auch kleine, dickere an – aus 3500 Jahre alter Eiche, die beim Pflügen eines Ackers in Schönwalde entdeckt wurde.

„Wer hochwertige Produkte anbietet, muss bei den Designtagen dabei sein“, findet Jürgen Ziegenbein, der sich unlängst vom Brodtener Ufer für seinen Ostsee Cliff-Ring hat inspirieren lassen.

Heute sind die Designtage auf der Kulturwerft Gollan in der Einsiedelstraße 6 von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab 11.30 Uhr spielen die Johanneum Big Band und das Stefan Kuchel Quartett zum Jazzfrühschoppen auf, ab 15 Uhr die Band Ten to Go mit Pop unplugged. Der Eintritt kostet acht Euro, für Kinder bis zu 14 Jahren ist er frei.

Sabine Risch

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Die Wohnungsgesuche hängen an den Laternenpfählen, Bäumen oder im Frischemarkt Percevalstraße.

17.09.2016

1 Sind Sie schon lange im Quartier zu Hause? Und wenn ja, warum gefällt es Ihnen so gut? Ich wohne seit 42 Jahren in diesem Viertel an der Falkenwiese.

17.09.2016

. . . dass 1760 zwischen dem Hof Marly und der Falkenhalbinsel (Höhe Bleichenstraße/Dorotheenstraße) eine Fährverbindung bestand?

17.09.2016
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