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Lübeck Schüler machen Weltpolitik
Lokales Lübeck Schüler machen Weltpolitik
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20:30 25.05.2016
Mit Spaß dabei: Max von Schwartz (v. l.), Mika Palowsky, Ömer Dereli, Lea Bilke, Mattis Noah Nüsse, Leonard Brenk. Quelle: er

Im Schulzimmer der Thomas-Mann-Schule (TMS) herrscht volle Konzentration. Ömer Dereli steht vor seinen Klassenkameraden und legt als Vertreter Großbritanniens seine Standpunkte zu der stärkeren Mitwirkung von Frauen in der Politik dar. Kaum endet seine kurze Rede, schnellen die Hände der Mitschüler in die Höhe. Auch die übrigen Mitglieder der Vereinten Nationen (UN) wollen ihre Überlegungen mitteilen. Ganz selbstverständlich debattieren sie über die großen Fragen der Weltpolitik – auf Englisch. Schnell entsteht ein flotter Wortwechsel, Kompromisse werden ausgehandelt und Beschlüsse verabschiedet. Alles nur Übung, denn die Schüler bereiten sich auf die kommenden Versammlungen der Model United Nations of Lübeck (Munol) vor.

Jedes Jahr treffen sich mehrere Hundert Schüler aus der ganzen Welt in der Hansestadt, um die Arbeit der UN nachzustellen. Eine Woche lang simulieren sie Gremien wie den Sicherheitsrat oder die Generalversammlung. In diesem Jahr soll es in den Debatten um die Veränderung von Konflikten in der Welt gehen. „Ein Beispiel kann zum Beispiel der Islamische Staat sein, der nicht mehr als staatliche Organisation agiert, sondern nationenübergreifend“, erklärt Anil Dogan (18). Der Schüler der TMS ist bereits zum zweiten Mal dabei und angetan von der Schüleraktion. „Es kommen dieses Jahr rund 500 Schüler aus über zehn Ländern zusammen. Das ist toll, weil man so viele verschiedene Menschen kennenlernt.“

Dass Munol so einen internationalen Zulauf hat, freut auch Marejke Wengler vom Katharineum. „Normalerweise finden solche Sachen in Berlin oder anderen großen internationalen Städten statt. Dass wir aber alle nach Lübeck einladen, finde ich super.“ Die Woche erfordere eine enorme Organisation. „Munol wird komplett von Schülern organisiert“, erklärt sie. So gibt es Schüler, die Zusammenschnitte auf Youtube stellen, das Sponsoring verantworten und natürlich die Debattierenden. „Jedem Schüler wurde ein Land zugewiesen.

Über dieses Land muss er sich informieren und seine Standpunkte genau festlegen“, sagt Wengler. Neben Einblicken in die Politik trainieren die Schüler außerdem rhetorische Fähigkeiten. Die Munol-Woche startet am Montag, 30. Mai. Die Versammlungen in der MuK oder der TMS können kostenlos besucht werden. Der Ablaufplan steht im Internet unter munol.org.

er

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