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Lübeck Schule Falkenfeld wird komplett saniert
Lokales Lübeck Schule Falkenfeld wird komplett saniert
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20:25 14.09.2016
Der Plan steht: Dennis Bunk, Chef des GMHL (v. l.), Schulleiterin Nicola Rahe und Projektleiterin Heike Brons-Schnell. Quelle: Fotos: Lutz Roeßler

Da kommt etwas auf die 153 Grundschüler und ihre elf Lehrerinnen und Lehrer zu. In Kürze startet die Sanierung und Modernisierung der aus den 1960er-Jahren stammenden Gebäude in der Helgolandstraße. Dennis Bunk, Leiter des städtischen Gebäudemanagements (GMHL): „Wir bauen bis Ende 2018.“ Vier Millionen Euro kostet die Komplettsanierung, bezahlt von der PossehlStiftung. „Wir haben uns gegen einen Umzug entschieden“, sagt Schulleiterin Nicola Rahe, „es ist extrem schwierig, einen Schulbetrieb über längere Zeit auszulagern.“

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Mehr als zwei Jahre lang werden Bauarbeiter in der Einrichtung tätig sein – Die Turnhalle wird modernisiert, ein Teil der Schule wird abgerissen und neu gebaut – Die Kosten von vier Millionen Euro trägt die Possehl-Stiftung.

Im ersten Abschnitt bis zum nächsten Frühjahr wird die Turnhalle saniert und gedämmt. „Wir bauen einen neuen Hallenboden ein und erneuern die Fassade“, sagt Heike Brons-Schnell, Projektleiterin der GMHL. „Im Winter ist die Halle oft zu kalt für den Sportbetrieb“, berichtet die Schulleiterin. Das gilt auch für den Flur hinter dem Eingangsbereich: Einfachverglasung und ein Plattenboden, der einfach im Sand liegt – ohne Sohle. „Wenn die Kinder im Winter ihre Klassenzimmer aufsuchen, müssen sie ihre Mäntel und Jacken anlassen“, sagt die Schulleiterin. „Die Grundschule hat massive Baumängel“, erklärt Dennis Bunk, warum jetzt dringend etwas getan werden muss. „Wasser steigt von unten auf, durch die Fenster dringt Feuchtigkeit ein, und es besteht die Gefahr von Schimmelpilzbildung.“

Vor zwei Jahren mussten bereits Dächer saniert werden, weil sich das Material auflöste. Das Hauptgebäude mit den Klassenräumen verfügt über keinerlei Dämmung. Bunk: „Außerdem werden Wasser- und Stromleitungen sowie der Brandschutz erneuert.“ Auch die Toiletten sind zum Teil noch im Originalzustand vom Anfang der 1960er-Jahre. Die kleinen Abc- Schützinnen hätten manchmal Probleme, die Druckspülkästen zu bedienen, weil ihre Kraft nicht reicht, berichtet die Schulleiterin.

Die Komplettsanierung wird zugleich genutzt, um die Schule in Teilen umzubauen und mehr Platz zu schaffen. Der heutige Flur mit dem danebenliegenden, offenen Bereich wird neu errichtet und zwar zweistöckig. Dadurch erhält die Schule zum ersten Mal einen Mehrzweckraum, der für Einschulungen oder Feiern genutzt werden kann. Der Holzpavillon, in dem die offene Ganztagsschule untergebracht ist, wird mit einem Dach mit dem Hauptgebäude verbunden. Die Schule erhält einen Aufzug, so dass sie behindertengerecht wird. Diese Arbeiten laufen im nächsten Jahr. Im dritten Abschnitt wird das Hauptgebäude mit den Klassenräumen modernisiert. Das kleine Hausmeisterhäuschen rechts vom Eingang wird abgerissen. Dort stehen während der Bauzeit die Sanitärcontainer. Wenn die wieder entfernt werden, bleibt dort eine Freifläche.

Die Stadt investiert an diesem Standort, weil die Grundschule ein Modellstandort und außerdem ein DaZ-Zentrum ist. Zusammen mit der Bugenhagen-Schule hat die Bildungsverwaltung an der Einrichtung in der Helgolandstraße die Ganztagsbetreuung mit einheitlichen Standards erprobt. Das Modell soll in den nächsten Jahren flächendeckend in ganz Lübeck ausgebaut werden. „Wir haben 77 Kinder in der Nachmittagsbetreuung und eine sehr lange Warteliste“, berichtet Schulleiterin Rahe. Zugleich ist die Falkenfeld-Schule wie eine Reihe weiterer Einrichtungen ein Zentrum für Deutsch als Zweitsprache, also die Klassen, in denen Flüchtlingskinder Deutsch lernen.

Möglich wird die Komplettsanierung nur durch die Possehl-Stiftung. Die hat der Hansestadt 15 Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre, für die Modernisierung von Schulen zugesagt. GMHL-Chef Bunk: „Die Schule Falkenfeld ist eines von sieben Projekten, die wir daraus finanzieren.“

Fünf mal drei Millionen

7 Baumaßnahmen finanziert die Verwaltung aus den 15 Millionen Euro, die die Possehl-Stiftung der Stadt 2013 angeboten hat. Das Geld wird auf fünf Jahre verteilt. Die Verwaltung investiert in die Marien-Schule, die Emanuel-Geibel- Schule, die Berend-Schröder-Schule, die Gewerbeschule Nahrung und Gastronomie sowie in die Planung der 6,8 Millionen Euro teuren Sanierung der Baltic-Schule.

Kai Dordowsky

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