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Lübeck Segelboot gesunken: Bergung am Schlutupkai verzögert sich
Lokales Lübeck Segelboot gesunken: Bergung am Schlutupkai verzögert sich
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09:45 17.08.2016
Am Montagabend sank der 7,70 Meter lange Holzsegler am Schlutupkai auf den Grund. Mit den eigenen Tauen wurde der Motorsegler von der Wasserschutzpolizei am Pier festgemacht. Quelle: Kröger
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Schlutup

Grünlich-weiß schimmert das Deck des Motorseglers noch durch die unruhige Trave. Der schmale Holzmast, der gelegt ist, bricht ab und zu durch die Wasseroberfläche.

„Betriebsstoffe traten nicht aus.“Polizeisprecher Dierk Dürbrook

Am Montagabend gegen 20.50 Uhr sank das fast acht Meter lange Segelboot am Schlutupkai, wo es an der Pier lag.

„Die am Einsatzort eingetroffenen Beamten der Wasserschutzpolizei mussten gegen 21 Uhr feststellen, dass das Holzboot bereits vollständig gesunken war“, erklärt Polizeisprecher Dierk Dürbrook. Mit den eigenen Leinen sei es dann an der Pier gesichert worden.

Den Schiffseigner konnten die Beamten schnell ausfindig machen und und ihn zu Hause aufsuchen. „Abends stand die Polizei bei mir vor der Haustür und klärte mich auf“, so der Schiffseigner, der namentlich nicht genannt werden möchte. Sofort sei er zu dem Grundstück geeilt, an dem üblicherweise sein Boot liege. „Einiges ragte noch aus dem Wasser und es waren bereits Hilfsmaßnahmen eingeleitet worden, trotzdem konnte das Sinken nicht verhindert werden“, erklärt der geschockte 66-jährige Eigner.

Die Ursache für den Untergang des über 2,30 Meter breiten Holzbootes ist für ihn bisher unerklärlich. Laut Polizei konnten auch keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gefunden werden. „Momentan hoffen wir alle, dass das Boot noch schwimmt, wenn es leergepumpt und wieder völlig trocken ist“, sagt der Lübecker Besitzer.

Bereits gestern kümmerte er sich um die Bergung, das Schiff sollte aus dem Wasser gezogen werden. Taucher hätten dafür Bergegurte um das Schiff legen müssen, doch der Seegang und der starke Wind machten dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Das Segelboot konnte nicht geborgen werden.

Wann der Schiffseigner nun sein Boot aus dem Wasser heben lassen kann, ist noch unklar. Bis dahin liegt der Motorsegler weiterhin auf dem Grund des Anlegers, mit Tauen gesichert. Für die Umwelt ist bei der Havarie glücklicherweise kein Schaden entstanden. „Betriebsstoffe traten nicht aus“, erklärt Dierk Dürbrook. Eine Gefahr für die Umwelt und auch für die übrige Schifffahrt könne ausgeschlossen werden. Auch seien keine Menschen verletzt worden. Nach einer Stunde war für die Beamten der Einsatz am Schlutupkai beendet.

In der Lübecker Innenstadt war Ende des letzten Jahres die „Greif“ auf Grund gelaufen. Der 15 Meter lange Ostseekutter sank kurz vor Heiligabend und verlor Schmierstoff. Die Feuerwehr hatte damals versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben und Ölbindeschlängel um die „Greif“ gelegt. Mit einem Kran wurde der Kutter schließlich geborgen.

 Tomma Petersen

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