Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Sein Weg zum Erfolg war der ins Nichts
Lokales Lübeck Sein Weg zum Erfolg war der ins Nichts
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:25 18.10.2013
Sven Hannawald signiert jedes Buch. Auch Tanja Prange (42) bekommt ihr Exemplar. Quelle: Richter

„Ich habe damals gedacht, was ist das für ein Weichei, legt der jetzt einfach die Füße hoch“, sagt der 70 Jahre alte, langjährige Skisprungfan Richard Fandriech. Wie er verstanden wenige Fans, warum Skispringer Sven Hannawald nach dem Vierfachtriumph bei der Vierschanzentournee 2001/2002 seine Karriere 2004 einfach so beendete. Die 38-jährige Skisprung-Legende schmunzelt und nickt. Was Fandriech nicht wusste: Hannawald hatte mit Depression und Burnout zu kämpfen.

Gestern Abend stellten er und Moderator Michael Fengler in einer Interview-Lesung Hannawalds biografisches Sachbuch „Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben“ in der Buchhandlung Hugendubel vor. Im Anschluss beantwortete Hannawald die Fragen der 150 Gäste, signierte 50 gekaufte Bücher. Erstaunlich offen und im Plauderton sprach er über die Schattenseiten seines Ehrgeizes und des Erfolgs, über das Kalorienzählen und darüber, was er heute anders macht. „Ich habe mir nie Abstand gegönnt, nie abgeschaltet, nie Party gemacht“, sagte Hannawald über seine Erfolgsjahre. Dann war er ins Nichts gefallen.

Wem es ähnlich gehe, dem könne sein Buch vielleicht ein guter Ratgeber sein. Heute gönne er sich ein Bier mit Fußballkollegen, meide belastende Situationen und habe andere Werte. Er kann sich die Auszeit gönnen, weil er finanziell ausgesorgt hat, überlegt aber, irgendwann die Skisprungjugend zu trainieren.

jar

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Energieversorger will Ende 2014 in seine neue Öko-Zentrale an die Geniner Straße umziehen. Der Grundstein für das 17,5 Millionen Euro teure Projekt ist gelegt.

18.10.2013

Großbauprojekt in Travemünde im Oktober 1963: Die Nordermole unterhalb der Lotsenstation wurde zum Schutz des Hafens in einem Bogen Richtung Osten um 190 Meter verlängert.

18.10.2013

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie feiert ihre Jubilare.

18.10.2013
Anzeige