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Lübeck Selbstsicher durchs Superwahljahr
Lokales Lübeck Selbstsicher durchs Superwahljahr
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21:00 23.01.2017
Häfen Lübeck und Kiel: Mehr Kooperation fordert Reinhard Meyer, Wirtschaftsminister. Quelle: Maxwitat
Innenstadt

Motivierende Worte an die Lübecker SPD für die kommenden Monate kamen von Gastredner Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Schleswig-Holstein.

 

Nicht nur fordern, auch machen: AfA-Vorsitzender Peter Reinhardt will mehr soziale Gerechtigkeit.

Deutliche Worte fand zunächst AfA-Vorsitzender Peter Reinhardt. Man müsse eine bessere Politik machen; für alle Schichten. „Wir dürfen nicht nur von sozialer Gerechtigkeit reden, wir müssen sie auch umsetzen“, forderte er. So solle besonders bezahlbarer Wohnraum in Lübeck gefördert werden. Hier sei man auf einem guten Weg, stimmte Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer zu. „Der Anfang ist gemacht. Ein wichtiges Vorhaben für die Stadtsanierung startet auf der Altstadtinsel.“ Auch im Hinblick auf die Bürgermeisterwahl sehe sie weiterhin positive Zeichen, denn eines stünde bereits jetzt schon fest: „Das Bürgermeisteramt wird auch im kommenden Jahr von der SPD besetzt“, sagte die Stadtpräsidentin überzeugt. Beide Kandidaten, sowohl der Vorsitzende der Bürgerschaftsfraktion Jan Lindenau als auch die Konstanze Wagner, Regierungsrätin beim Land Hamburg, seien hervorragend für das Bürgermeisteramt geeignet.

Ebenso zuversichtlich zeigte sich Minister Reinhard Meyer. Er betonte aber, dass es eben nicht ausreiche, viele Unterstützer hinter sich zu wissen. „Man muss die Stadt kennen, ihre Probleme und die Menschen.“

Zudem machte er deutlich, dass man die Stadt Lübeck in Kiel sehr schätze. „Als Wirtschaftsstandort nimmt die Stadt eine enorm wichtige Rolle ein und spielt auch – beispielsweise in der Medizintechnik – international ganz vorne mit.“ Trotzdem müsse zwischen Kiel und Lübeck besser kooperiert werden, man brauche für alle Akteure eine gemeinsame Strategie, sagte er bezüglich des Lübecker Hafens.

„Man muss diesen Hafen weiterentwickeln. Das ist ganz wichtig für diese Stadt.“

Für den eher emotionalen Part der Veranstaltung sorgte der Geschäftsführer der IG Metall Lübeck-Wismar, Daniel Friedrich. Er fand deutliche Worte gegenüber aufkeimendem Rechtspopulismus in der Politik. Es sei pervers, dass rechte „Rattenfänger“ die Situation von Krieg und Terror in der Welt ausnutzten, um zu hetzen. Damit die Bürger nicht zu Protestwählern würden, sei gerade jetzt die Zeit, sich in Parteien und Gewerkschaften für eine soziale Politik einzusetzen. Miteinander in den Dialog zu treten, stehe dabei im Vordergrund. Meyer: „Lasst uns mit ihnen diskutieren, streiten und sie überzeugen: Das Wahlrecht, unsere Demokratie, ist zu wichtig, um seine Stimme wegzuwerfen!“

 Elisabeth Riedel

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