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Lübeck Shoppen, schlafen, frühstücken
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09:05 12.06.2017
Eine besondere Übernachtungsparty inklusive Konzert: Schlafgast Theresa Barsch und Saxofonist Hubert Fersterer machen es sich in der Bettenausstellung von Ikea gemütlich. Quelle: Fotos: Lutz Roessler
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Kücknitz

Der Reiz des Heimlichen ist groß. Wohl deshalb versuchen immer wieder Menschen, sich nach Ladenschluss in Möbelhäusern einschließen zu lassen, um dort ungefragt in den ordentlich hergerichteten Betten zu nächtigen. Doch auch im Rahmen des Legalen scheint die Faszination riesig: Fast 500 Lübecker haben sich bei der Ikea-Midsommar-Aktion beworben. Das Möbelhaus verloste Tickets für eine Übernachtungsparty in der Bettenabteilung. Für die Gewinner ging damit ein Kindheitstraum in Erfüllung.

Einmal nachts in einem Möbelhaus unterwegs sein. Ein Traum, der für 20 Ikea-Fans in Erfüllung ging.

Strahlende Männer und Frauen warten am Freitagabend mit ihren Pyjamas im Gepäck erwartungsvoll vor der Bettenausstellung. Dann kommt das Signal: Ikea-Marketingleiterin Sarah Salomon hebt eine kleine Handhupe in die Luft und trötet. Schon sausen die 20 Teilnehmer zu ihren Betten. „Ich bin so aufgeregt. Ich hätte nie gedacht, dass ich wirklich mal in einem Möbelhaus schlafe – so ganz legal. Aber gewünscht habe ich es mir oft“, gesteht Consuela Popko, die sich mit ihrer Freundin Tanja Rausch für ein weißes Holzbett entschieden hat. „Das gleiche habe ich auch zu Hause“, bemerkt Popko lachend.

„Ist wohl die Macht der Gewohnheit.“

Mit einem kleinen Programm sorgt das Ikea-Team für Unterhaltung. Erste Aktion: das Wettbett-Beziehen. Der Name verrät bereits die Idee: Welches Team bezieht sein Bett am schnellsten? Als ginge es um eine Million Euro, legen sich die Teilnehmer ins Zeug. Stefanie Schaarschmidt und Theresa Barsch scheinen geübt zu sein. Die beiden sind die ersten. Glücklich werfen sie sich in ihr Nachtlager.

Barsch: „Ich kann es noch gar nicht glauben, dass wir heute hier schlafen, das ist wie wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen. Einfach toll.“ Auch die Eheleute Berit und Arne Bender sind begeistert: „Wer kann schon von sich behaupten, in einem Geschäft geschlafen zu haben? Das ist doch mal was anderes.“

Das findet auch Hubert Fersterer. Der Saxofonist gibt – in blauem Bademantel und Schlappen – ein kleines Konzert für die Übernachtungsgäste und sorgt für entspannte Stimmung. Denn es soll ja nicht gruselig werden, wenn nach dem Programm die Lichter gedimmt werden und es Zeit zum Schlafen wird. Unheimlich findet aber keiner der Gäste die unübliche Übernachtungsumgebung. „Wir haben ja eine Taschenlampe bekommen – und es gibt ja eine Notbeleuchtung“, sagt Consuela Popko.

Am Morgen sind alle ausgeschlafen, bekommen ein Frühstück im Restaurant – und gehen auf abschließende Entdeckertour.

Elisabeth Riedel

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