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Lübeck Sicher durch den Straßenverkehr
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20:36 19.10.2017
Polizeihauptkommissar Torsten Stieler erklärt den Kindern die Regeln des Straßenverkehrs. Quelle: Fotos: Rüdiger Jacob

Zweimal am Tag und dreimal pro Woche haben fünf- bis zehnjährige Kinder in Gruppen von 20 bis 30 Teilnehmern am Meesenring geübt. Darunter auch Daniel (5) und Anna (7). Sie waren mit Mama Sandra Buttgereit auf den Platz gekommen. Bevor es auf die Übungsstraßen ging, wurde aber trotz der Herbstferien zunächst einmal die Schulbank gedrückt. Von Polizeioberkommissar Denis Zwick und Polizeihauptkommissar Ralf Esemann lernten die Kinder unter anderem einen zwar lustigen, aber sehr ernst gemeinten Sprechgesang: „Stehen, Sehen, Gehen“, so lauteten die drei Wörter, die die Verkehrslehrer zusammen mit den Schülern einstudierten.

Richtig und sicher im Straßenverkehr: Lübecker Präventionsbeamte zeigen auf dem Verkehrsübungsplatz am Meesenring und im theoretischen Unterricht, wie sich Kinder auf Fuß- und Radwegen sowie Straßen verhalten müssen, damit es nicht zu Unfällen kommt.

Gemeint war die Situation vor dem Betreten eines Zebrastreifens. Und der Hinweis, dass dieser nicht aus dem Fell eines erlegten Zebras stamme, brachte Zwick einiges Gelächter ein. In der richtigen Fachsprache heiße der Zebrastreifen auch „Fußgängerüberweg“ erklärte er. Spielerisch, an einer Tafel mit einer aufgemalten Straße und Symbolmagneten für Fußgänger, Rad- und Autofahrer lernten die Kinder außerdem die Regeln des Rechtsverkehrs oder des richtigen Überquerens einer Straße. Der Kantstein sei übrigens der „Haltestein“, erklärte Denis Zwick.

Auf der kleinen Tribüne des Verkehrsübungsplatzes warteten schon die Eltern, die nicht mit in den Theorieunterricht gegangen waren. Sie beobachteten ihre Schützlinge, die sich in drei Gruppen auf die Räder schwangen, in die Gokarts setzten oder einfach als Fußgänger losgingen. Natürlich waren alle mit farbigen Schutzwesten bekleidet: grün, gelb und rot. Hier und da mussten Polizeihauptkommissar Torsten Stieler und seine Kollegen eingreifen, beispielsweise dann, wenn sich Kinder verfahren hatten oder mit dem Gokart einen zu geringen Sicherheitsabstand einhielten. Der Verkehrsübungsplatz mit seinen vielen Hinweisschildern enthält auch einen Kreisverkehr. „Das ist kein Grillplatz“, hatte Zwick noch im Unterricht witzig an der Tafel erklärt.

Auch Ole (5) und Lasse (7) übten fleißig mit. Sie kamen zusammen mit Mama Sandra Harms. „Wir sind jetzt das zweite Mal dabei. Und es ist wieder sehr schön“, lobte die Mutter die Aktion. „Das ist total wichtig“, sagte Denise Schweiger, die mit ihrem Sohn Fin (8) gekommen war – jetzt bereits zum dritten Mal. „Das kann man mit Kindern gar nicht oft genug üben“, so Schweiger. „Bis auf einen geplatzten Reifen hat es bisher keine Zwischenfälle oder Unfälle gegeben“, resümierte Polizeihauptkommissar Ralf Esemann.

Die nächsten Verkehrserziehungen finden am Dienstag, 24. Oktober, Mittwoch, 25. Oktober und Donnerstag, 26. Oktober, jeweils von 9.30 bis 11 Uhr und von 13.30 bis 15 Uhr statt. Die kostenlosen Teilnahmekarten gibt es bei der Polizei beim 1. Revier in der Mengstraße 18-20, im 2. Revier in der Hansestraße 22, im 3. Revier im Meesenring 9 und im 4. Revier in der Possehlstraße 4. Die Polizei bittet um telefonische Vorabanfrage.

Die Förderer

Seit 47 Jahren fördert der Rotary Club Lübeck-Burgtor den Verkehrskindergarten. Die Rotarier zahlen die Versicherung, drucken und verteilen Handzettel an Grundschulen.

„Wir danken der Polizei für ihre Unterstützung und der Stadt für das kostenlose Zurverfügungstellen des Schulungsraumes und des Verkehrsgartens“, sagt Rotarier Dieter Zellweger.

Der Club hat 70 Mitglieder im Alter von 35 bis 90 Jahren.

Rüdiger Jacob

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