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Lübeck Sicherer im Straßenverkehr
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19:12 24.05.2016

Die ersten Ergebnisse der Untersuchung möchte Professor Jürgen Tchorz schon im Herbst vorstellen. „Da ist die ,International Bicycle Safety Conference‘ im italienischen Bologna, die sich rund um die Verkehrssicherheit von Radfahrern dreht“, erklärt der Dozent der Fachhochschule Lübeck (FHL). Deshalb hofft er auf eine hohe Teilnahmequote bei der Online-Umfrage, die er zusammen mit der Technischen Universität (TU) Dresden gestartet hat.

Student Ralf Depner und Prof. Jürgen Tchorz erörtern gemeinsam den Fragebogen. Quelle: Hollinde

Doch worum geht es? „Wir wollen untersuchen, ob Personen, die ein Hörgerät haben, es auch im Straßenverkehr beim Radfahren nutzen“, so der Professor. Hinweise, dass dieses sehr relevant sein kann, haben die Wissenschaftler aus einer anderen Studie erhalten. „Die Psychologen der TU, die sich mit Sicherheit im Straßenverkehr befassen, haben als Nebeneffekt herausbekommen, dass offensichtlich Schwerhörende mit Hörgerät signifikant sicherer auf dem Rad unterwegs sind, als wenn sie es nicht tragen“, berichtet Tchorz. Entsprechend wurde der Kontakt zur FH geknüpft, da hier die Akademie für Hörgeräte-Akustik angesiedelt ist, die zentrale deutsche Bildungseinrichtung für Hörgeräteakustiker.

Ralf Depner, der im Bachelor- Studiengang Hörakustik eingeschrieben und selbst Hörgeräteträger ist, schildert das Problem: „Durch den Fahrtwind entstehen recht laute Dauer-Windgeräusche beim Radfahren aufgrund von Verwirbelungen am Ohr, die sehr unangenehm sein können. Deshalb setzen viele ihr Gerät gar nicht ein, wenn sie unterwegs sind.“ Zwar könne man „eine Windgeräusch- Unterdrückung“ am Gerät einstellen, so der 25-Jährige. „Ich persönlich habe dies schon vielfach getestet“, sagt der Viertsemester. „Nur bei einem zu starken Einstellungsgrad hört man die Autos nicht mehr.“

So hofft der Student zusammen mit seinem Professor, dass an der Studie viele teilnehmen, um aussagekräftige Ergebnisse erzielen zu können. „Damit könnten wir dann auf die Hörgeräte-Hersteller zugehen, so dass diese die Geräusch-Unterdrückung noch präziser gestalten“, sagt der FH-Professor. „Letztlich geht es um Menschenleben, wenn man durch Hightech für mehr Verkehrssicherheit sorgen kann.“

• Die Studie der FH steht unter www.fahrrad.fh-luebeck.de.

mho

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