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Lübeck Sieger des Stadtradelns fuhr bis nach Litauen
Lokales Lübeck Sieger des Stadtradelns fuhr bis nach Litauen
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23:16 20.09.2013
Bernd Möller (l.) zeichnet Ralf Cummerow als besten Einzelteilnehmer des Stadtradelns aus. Quelle: Foto: Elena Vogt

Eine Halterung des Gepäckträgers ist verbogen, „sonst hat alles aber standgehalten“, sagte Ralf Cummerow, der als Einzelfahrer das Stadtradeln gewonnen hat. 1964 Kilometer hat er mit seinem Mountainbike zurückgelegt — bis nach Klaipeda in Litauen ist er sogar gefahren. Und dafür wurde er gestern von Umweltsenator Bernd Möller (Grüne) beim Tag der Mobilität mit einer Urkunde ausgezeichnet. Auch die Zweit- und Drittplatzierten sowie die drei Teams, die die meisten Kilometer zurückgelegt haben — ganz vorne die Deutsche Post mit 59 069 Kilometern — bekamen auf dem Klingenberg Auszeichnungen.

„Ich habe das Stadtradeln als Urlaubsreise gemacht“, sagte Cummerow. Als die Klimaschutz-Aktion am 10. August startete, kam er abends bereits in Danzig an. „Vier Wochen habe ich mir freigenommen, um ins polnische Leginy, in den Heimatort meiner Oma zu fahren“, sagte der 43-Jährige. Seine Osteuropa-Tour begann in Lübeck und führte ihn über Danzig und Vilnius schließlich bis nach Klaipeda. Die fast 2000 Kilometer hat er aber ausschließlich in den drei Wochen zurückgelegt.„Pro Tag saß ich für etwa 100 Kilometer im Sattel“, sagte der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes begeistert.

„Herzlichen Dank für das Umstellen vom Auto aufs Fahrrad“, sagte Möller allen Teilnehmern. 900 Lübecker haben sich an der Aktion beteiligt. Sie legten zusammen 200 873 Kilometer zurück. „28,9 Tonnen Kohlenstoffdioxid konnten so eingespart werden.“ In Deutschland haben 200 Kommunen teilgenommen. „Im Moment ist Lübeck auf Platz 15“, sagte Barbara Schäfers, die vom Bereich Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz der Stadt die Veranstaltung organisiert hat. Ein endgültiges Ergebnis wird Ende des Monats vorliegen. Außerhalb von Lübeck in die Pedale zu treten ist beim Stadtradeln übrigens erlaubt, denn der Teilnehmer muss nur hier leben oder zur Arbeit gehen.

Bei Tag der Mobilität präsentierten sich auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), die Stadtwerke und der Nahverkehr des Landes. Mit einem Segway, einem Stehroller, konnte ein Parcours befahren werden, die Universität bot ein Wettrennen auf zwei Ergometern an. Die europäische Woche der Mobilität endet morgen.

evo

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