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Lübeck Zur Konferenz ins Urlaubshotel auf dem Priwall
Lokales Lübeck Zur Konferenz ins Urlaubshotel auf dem Priwall
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15:47 12.06.2018
Die Zeitkapsel wird von den Investoren Martin Aye (v.l.) und Sven Hollesen im Grundstein versenkt. Beobachtet werden sie bei der zeremoniellen Handlung von Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, Bürgermeister Jan Lindenau, Bernd Muckenschnabel (Novasol) und Sybill Kolander (Planet Gruppe). Quelle: Lutz Roessler
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Lübeck/Priwall

Jetzt kann das graue Schwergewicht, auf dem die Schriftzüge „Grundstein“ und „Slow Down – Erlebnistagung am Strand“ zu lesen sind, endgültig seine ureigenste Funktion übernehmen. Mit einem großen Kran wird der Stein an seinen Bestimmungsort gehievt und in einer kleinen Baugrube versenkt.

„Tschüss, Rolle!“, hebt Sven Hollesen an, „das ist ein großer Moment für uns, weil es erst die zweite Grundsteinlegung bei Waterfront ist. Die erste hatten wir bei den Promenadenvillen.“ Eine gewisse Erleichterung ist den Investoren anzusehen; schließlich musste der Gebäude-Entwurf für das Tagungs- center am Passathafen ganze vier Mal durch den Gestaltungsbeirat.

Und auch sonst ist das Projekt Waterfront auf dem Priwall nicht gerade durch seine rasche Umsetzung bekannt geworden, wie der Kieler Festgast Dr. Bernd Buchholz bemerkt. „Bevor hier das erste Ferienhaus stand, mussten erstmal 38 Gutachten vom Investor bei der Verwaltung der Hansestadt vorgelegt werden“, sagt der Wirtschaftsminister. Man könne es Investoren also durchaus leichter machen, setzt er süffisant hinzu.

Dieser Aufsteller zeigt, wie das neue Tagungscenter aussehen soll. Im Sommer wird das „Slow Down“ dann zum Ferienhotel. Quelle: Lutz Roessler

Entsprechend bedankt sich Bürgermeister Jan Lindenau explizit „für den langen Atem“ der Initiatoren – „denn diesen langen Atem braucht man in Lübeck“. Passend dazu übersetzt er das Projekt-Motto „Slow Down“ mit den Worten „in der Ruhe liegt die Kraft“.

21 Millionen Euro sollen nun in den Bau des 80 Meter langen und 16,5 Meter breiten Gebäuderiegels mit 1000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche und 110 Apartments investiert werden. Im großen Veranstaltungsraum soll ausreichend Platz für bis zu 260 Personen sein. Und im ganzen Haus können Firmenveranstaltungen mit bis zu 400 Personen durchgeführt werden.
Ergänzt werden soll das Angebot noch durch mehrere, flexible Seminar- und Workshop-Räume, die teilbar sind, Ausstellungs- und Empfangsfoyers sowie einer Sonnenterrasse. Dazu sind eine Bäckerei, eine Tapas Bar, eine Wine Bar und eine Kamin Lounge geplant, die auch als Veranstaltungsräume genutzt werden können.

„Wir werden ab Herbst 2019 Konferenzen unter Urlaubsbedingungen ermöglichen“, erklärt die designierte Geschäftsführerin Jana Kürbis, „die Tagungsräume sind auf Penthouse-Niveau, so dass die Teilnehmer mit den Kapitänen auf Augenhöhe sind, wenn die Schiffe vorbeifahren.“ Dieses Ostseeferien-Gefühl sei der absolute Mehrwert des neuen „Slow Down“.

Wie es überhaupt zu der Idee kam, in so einer Ferienanlage ein Tagungscenter in Erwägung zu ziehen, verrät Sven Hollesen. „Das ist ganz einfach – wenn die Ferienwohnungen dünn belegt sind, dann sind Tagungen gerade auf dem Höhepunkt und umgekehrt“, so der Däne. In den Sommermonaten also, wenn wenige Tagungen stattfinden, wird „Slow Down“ einfach zum Ferienhotel.

Von Michael Hollinde

Bauzeit bis Herbst 2019

Die Planet-Gruppe realisiert auf dem Priwall das Projekt Waterfront mit unter anderem 1700 touristischen Betten. Bauzeit ist der Zeitraum Oktober 2015 bis Herbst 2019. Teileröffnungen haben aber bereits stattgefunden. Für das Tagungscenter „Slow Down“ mit 1000 Quadratmetern Veranstaltungsfläche und 110 Apartments sollen 21 Millionen Euro ausgegeben werden.
Weiterhin hat Investor Sven Hollesen bereits das Projekt „Priwall Strand“ mit sechs Feriendörfern umgesetzt.

Klicken Sie sich hier durch eine Galerie der Waterfront-Entwürfe.

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