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Lübeck Solidaritätszentrum der Walli vorerst gesichert
Lokales Lübeck Solidaritätszentrum der Walli vorerst gesichert
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20:49 15.04.2016
Das Gebäude des Grünflächenamts an der Willy-Brandt-Allee 11 ist Anlaufpunkt für viele Flüchtlinge. Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Lübeck

Die erste Option ist bereits in Kraft, so dass das Solidaritätszentrum jetzt bis Ende Oktober vertraglich gesichert ist. Mietzweck ist die Betreuung von Transitflüchtlingen.

Zu Spitzenzeiten sind im Herbst 2015 rund 400 Transitflüchtlinge täglich auf der „Walli“ gestrandet. Die Aktivisten besetzten daraufhin im Oktober symbolisch das angrenzende Grünflächenamt. Mit Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) vereinbarten sie später per Handschlag eine temporäre Nutzung.

„Das Solidaritätszentrum ist nicht nur ein Haus für Geflüchtete, sondern ebenso ein Haus mit und von ihnen. Damit ist es ein unverzichtbarer Ort in Lübeck“, sagte Britta Kloss, die den Handschlagvertrag mit Saxe abgeschlossen hatte. Neben der Transitunterstützung gehören zum Zentrum eine Küche, eine Fahrradwerkstatt, der Umsonstladen, Sprachkurse und Infoveranstaltungen, ergänzt Christoph Kleine vom Zentrum. Die vereinbarte Miete betrage nur einen Euro, die Betriebskosten (etwa 30000 Euro) müssten vom Zentrum aber selbst aufgebracht werden.

„Auf Dauer ist es nicht tragbar, dass wir den größten Teil unserer Spendengelder an die Stadtwerke überweisen müssen, anstatt sie für die Unterstützung der Geflüchteten einzusetzen.“ Derzeit betreut das Flüchtlingsforum 20 bis 40 Transitflüchtlinge.

Mit Blick auf den Vertragsschluss betont Sozialsenator Sven Schindler: „Aus meiner Sicht haben wir allen Grund, der ,Walli‘ und den vielen Helfern sowie Unterstützern, die sich hier ehrenamtlich engagieren, dankbar zu sein.“

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