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Lübeck Spaßiger Ausflug in die 90er Jahre
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21:16 14.12.2015
Komiker und Improvisationstalent Luke Mockridge trat am Wochenende in der MuK auf. Quelle: Olaf Malzahn

Er singt nicht nur passabel und begleitet sich dazu gekonnt auf Gitarre oder Klavier, er ist auch wirklich lustig. Comedy- Shootingstar Luke Mockridge machte am Sonntagabend auf seiner Tour „I‘m Lucky, I‘m Luke“ Station in der Lübecker Musik- und Kongresshalle (MuK) und brachte die rund 1400, meist jugendlichen Zuschauer fast zum Ausflippen. Schon seit Wochen war die Vorstellung ausverkauft, die freie Platzwahl sorgte dann für einen Run auf die Stühle in den vorderen Reihen.

Seine Fans kennen den 26-jährigen Kölner aus dem Internet, von seinen Auftritten bei Stefan Raabs „TV Total“ und seit Anfang des Jahres durch seine eigene Sat-1- Show „Luke! Die Woche und ich“. Wirkt er auf dem Bildschirm schon lustig, so machte er live auf der großen Bühne einen wirklich guten Job. Von der ersten Sekunde an hatte er sein Publikum im Griff und sorgte bei jedem seiner Witze, die oft weit unter die Gürtellinie gingen, für Gequietsche und Applaus. „So weit im Norden war ich noch nie, das ist ja wie in einem Disneyfilm hier“, sagte er zur Begrüßung, als er, lässig im weißen T-Shirt und weiten Jeans, über die kahle Bühne tobte. Dort standen nur ein kleiner Flügel und einige Lichtsäulen. Mehr brauchte das Improvisationstalent nicht als Dekoration.

Der Sohn von Schauspieler Bill Mockridge („Lindenstraße“) und Kabarettistin Margie Kinsky hat kanadisch-italienische Wurzeln und ist mit fünf Brüdern groß geworden. Seine Kindheit in den 90er- Jahren habe ihn entscheidend geprägt. Das hat er mit seinem gleichaltrigen Publikum gemeinsam, denn als sich Mockridge an den kleinen Flügel setzte und anfing, Songs aus der Zeit zu spielen, zeigten sich die Lübecker absolut textsicher. „Wahnsinn. Sch... auf das Programm. Lasst uns singen“, sagte Mockridge begeistert und machte aus dem Publikum gleich seine neue Band. „Wir nennen uns die Lübecker Herzbuben“, sagte er.

Doch auch andere Themen, die die Zielgruppe umtreiben, hatte er auf dem Zettel. Sei es die ungeliebte Schule, Drogen, Videospiele zocken, Dates und alles drumherum oder den sexuellen Drang der Pubertät. Ein großes Lob gab es dann auch für alle Mütter im Allgemeinen und seine im Speziellen. Auch wenn die ihn mal beim Onanieren erwischt habe, was er gleich plastisch nachstellte.

Rund zwei Stunden dauerte der Ausflug in die 90er und wieder zurück. In der letzten Reihe, oben auf der Galerie, „im Gepäcknetz“, wie Mockridge treffend sagte, saßen Aylin Buddenberg (18), ihr Bruder Chris und dessen Freundin Cynthia von Paul (21) aus Trappenkamp und amüsierten sich königlich. Während Aylin schon das zweite Mal bei einem Auftritt des Comedians war, kannte Bruder Chris Mockridge bisher nur aus dem Internet. „Es war der Wahnsinn. Ich würde ihn mir jederzeit noch einmal angucken“, sagte der 22-jährige und wischte sich die letzten Lachtränen aus den Augen.

„Ich würde ihn
mir jederzeit noch
einmal ansehen.“
Chris Buddenberg (22) aus Trappenkamp

Majka Gerke

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