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Lübeck Spaßkicken auf hohem Niveau
Lokales Lübeck Spaßkicken auf hohem Niveau
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18:13 06.01.2018
Eine Flasche Schnaps ist das Mitbringsel des finnischen Teams Nerazzuro, das Stefan Kohlscheen dem Organisator Mario Brethack (3. v. r.) übergibt. Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat

Christian Clasen (42) ist einer von neun Mitgliedern seiner Mannschaft. Sechs von ihnen sind miteinander verwandt, und fünf davon heißen Clasen. Die Mannschaft trägt den naheliegenden Namen „Team Clasen“ und ist seit der Gründung der Soccerdays 2011 immer dabei gewesen. „In der ,ewigen Tabelle‘ stehen wir auf Platz eins“, sagt Clasen stolz und fügt hinzu: „Das wird aber wohl nicht so bleiben.

20 Fußballmannschaften sind an diesem Wochenende zu den Schlutuper Soccerdays angetreten. Es ist ein ungewöhnliches Turnier: Nur wenige Vereine nehmen teil – die meisten Teams sind Spaß- oder Betriebsmannschaften. Zum ersten Mal ist eine Mannschaft aus dem Ausland dabei.

Wir sind älter geworden.“

Egal, bei den Schlutup Soccerdays in der Krümmling-Halle geht es nicht nur ums Gewinnen. Die typische Teilnehmermannschaft spielt in keiner Liga und trägt einen Namen wie „Spaßelona“, „Peps Reserve“, „Bolzplatzkinder“, „Ostwest Konflikt“ oder „Turniersiegerbesieger“. Es sind neben wenigen Vereinen vor allem freie Hobbyteams und Betriebsmannschaften, die hier antreten. „Ich sag’ ganz ehrlich, dass das im Kreisfußballverband nicht allen so gefällt“, sagt Mario Brethack (47) vom TSV Schlutup, Mitbegründer und Organisator der Soccerdays (und Spieler im Team Clasen).

Brethack sieht das Turnier auch als Initiative für seinen Stadtteil. „In Schlutup ist ja sonst nicht so viel los.“ Das heißt allerdings nicht, dass hier auf niedrigem Niveau gekickt würde. Im Gegenteil, sagt Brethack: „Wir wollen fußballerisches Niveau haben.“ Und das sei immer weiter gestiegen. Titelverteidiger ist das Team Döner Ali, dessen Kern die Belegschaft des gleichnamigen Imbisses an der Mecklenburger Straße in Schlutup bildet. Dort, sagt Brethack, habe schon jemand mitgespielt, der inzwischen einen Profivertrag in der ersten Liga der Niederlande habe.

Zum ersten Mal seit der Gründung des Turniers ist eine Mannschaft aus dem Ausland angereist: das Team Nerazurro aus Helsinki. Das ist Stefan Kohlscheen (37) zu verdanken. Er stammt aus Lübeck und zog vor zehn Jahren mit seiner Freundin in deren finnische Heimat. Seine Fußballfreunde, erzählt er, hätten schon länger nach einer Gelegenheit gesucht, zu einem Turnier nach Deutschland zu kommen.

Schließlich ergab sich der Kontakt nach Schlutup über einen alten Schulkameraden Kohlscheens. „Die Jungs waren so begeistert – das hat eine Woche gedauert, dann war alles gebucht“, sagt Kohlscheen.

„Die ersten sind am Donnerstag gekommen und waren schon in Hamburg auf der Reeperbahn. Ich habe ihnen Lübeck gezeigt, und am Sonntag vor dem Rückflug wird noch ein bisschen gefeiert.“ Die Mannschaft hat große Unterstützung beim Schlutuper Publikum, das bei Toren der Finnen besonders laut jubelt.

Am heutigen Sonntag ab 11 Uhr treten zwölf Mannschaften zur Finalrunde an. Das Gewinnerteam bekommt einen Wanderpokal und ein Preisgeld von 250 Euro. Den Erlös des Turniers spenden die Organisatoren an die Ronald-McDonald-Stiftung in Lübeck.

Von Hanno Kabel

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