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Lübeck Sperrungen: Ärger im Berufsverkehr
Lokales Lübeck Sperrungen: Ärger im Berufsverkehr
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21:26 12.09.2016
Eine Einbahnstraßenregelung herrscht auf der L 181 zwischen Sereetz und Dänischburg. Quelle: Fotos: Maxwitat, Neelsen

Statt wie üblich 40 Minuten, benötigte Werkstattmeister Jens Liebschwager gestern volle eineinhalb Stunden von Hamburg zu seinem Arbeitsplatz im Gewerbegebiet Genin. „Sonst bin ich fünf Minuten nach der Autobahnabfahrt in der Firma“, sagt Liebschwager. Er nahm wegen der Sperrung der Anschlussstelle Lübeck-Genin, Fahrtrichtung Rostock, die Ausfahrt Lübeck-Süd – und hing 45 Minuten auf dem Standstreifen fest. „Morgen muss ich wohl eine Stunde früher losfahren als üblich.“

 

Stau in Groß Grönau: Richtung Lübeck ging es gestern Vormittag nur schleppend voran – Folge der A 20-Sperrung. Quelle: Sabine Ohrtmann
„Ich muss jetzt wohl eine Stunde früher losfahren.“Jens Liebschwager
Stau in Groß Grönau: Richtung Lübeck ging es gestern Vormittag nur schleppend voran – Folge der A 20-Sperrung. Quelle: Sabine Ohrtmann

Sein Chef Detlef Zielke, zugleich Vorsitzender des Gewerbevereins „Wir in Genin“, kam mit dem Fahrrad. „Ich hab’s gut, ich wohne in der Kronsforder Allee“, sagt er. Aber er weiß zu berichten, dass sich am frühen Morgen der Verkehr in der Possehl- und der Wallstraße 15 Minuten staute. „Auch diejenigen, die über Moislinger Allee und Moislinger Baum nach Genin fahren wollten, standen im Stau.“

Und eine Groß Grönauerin postete am frühen Morgen an LN-Online, dass wegen der Sperrung der A-20-Anschlussstelle Groß Grönau als Ausweichstrecke kurz vor dem Kollaps stehe.

„Auf uns hat das relativ geringe Auswirkungen gehabt“, sagt hingegen Thomas Jenne von der Firma Max Jenne Arzneimittel-Großhandlung KG, die ihren Sitz in der Novgorodstraße hat. „Weil wir erst am späten Vormittag losfahren und dann in den Abendstunden, haben wir Glück – und nur Verzögerungen von ungefähr zehn Minuten.“

Im betroffenen Bereich der Autobahn sind täglich rund 41000 Fahrzeuge unterwegs, 9000 hiervon nutzen die Anschlussstelle Genin.

Auch die Polizei-Pressestelle in Lübeck und die zuständige Autobahnpolizei Bad Oldesloe wussten gestern noch nichts von größeren Beeinträchtigungen zu berichten. Man müsse eben, so Polizeisprecher Dierk Dürbrook, „etwas mehr Zeit einplanen“. Das wird noch ein paar Tage so bleiben, denn wie der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr mitteilt, wird die Vollsperrung der Anschlussstelle Lübeck- Genin, Fahrtrichtung Rostock, noch bis Sonnabend andauern. In dieser Zeit wird die Fahrbahndecke erneuert. Umleitungen sind ausgeschildert.

Auch an anderer Stelle sorgen seit gestern Bauarbeiten im Auftrag des Landesbetriebes für Beeinträchtigungen: Die Fahrbahndecke der L 181 (Eutiner Straße) zwischen den Anschlussstellen Dänischburg und Sereetz wird erneuert. Hier wurde eine halbseitige Einbahnstraßenregelung in Richtung Ratekau eingerichtet. Wer aus Richtung Ratekau nach Dänischburg möchte, wird ab der Anschlussstelle Ratekau über die L 181 auf die L 290 (Sereetzer Weg, Schulstraße) geleitet. Wer aus Richtung Bad Schwartau kommt, wird zunächst in Richtung Ratekau geleitet, von dort auf die L 290 Richtung Anschlussstelle Dänischburg.

In mehreren Phasen erfolgen hier die Bauarbeiten, die voraussichtlich bis zum 14. Oktober andauern. „Wir sind bei den letzten Arbeiten, um den Mittelstreifen wiederherzustellen“, sagt Jens Sommerburg, Leiter des Straßenbetriebs. Danach könne man im Bereich zwischen dem Autobahndreieck Bad Schwartau und Sereetzer Feld die Fahrbahn provisorisch verbreitern, so Sommerburg.

 Sabine Risch

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