Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Spitzenjob in Hannover für Lübecker Amtstierärztin
Lokales Lübeck Spitzenjob in Hannover für Lübecker Amtstierärztin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:29 07.01.2016
Lübecks Amtstierärztin Michaela Dämmrich wird niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz.

Die Einrichtung dieser Spitzenposition war bereits im rot-grünen Koalitionsvertrag der niedersächsischen Landesregierung vereinbart worden. Nun steht fest, dass die Lübecker Amtstierärztin den Posten bekommen soll. Dämmrich hatte bei der letzten Landtagswahl in Schleswig-Holstein für die Grünen auf einem der hinteren Listenplätze kandidiert. Bei der Stormarner Kreiswahl wurde sie 2013 mit einem Spitzenergebnis in den Oldesloer Kreistag gewählt. Sie ist auch Oldesloer Stadtverordnete.

Mit der Berufung einer Landesbeauftragten will die Landesregierung in Hannover den Tierschutz in Niedersachsen verbessern. In Niedersachsen soll die Tiermedizinerin Ansprechpartnerin für Tierschutzverbände werden, an Gesetzgebungsverfahren mitwirken und auch Infomaterial für Schulen und Verbände entwickeln. Sie wird direkt dem Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) zugeordnet und auch Geschäftsführerin des Tierschutzbeirates sein, der die Interessen der Tierschutzverbände bündelt.

„Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe. Ich engagiere mich schon sehr lange im Tierschutz, habe schon viele Positionspapiere erarbeitet. Das, was ich in Hannover machen kann, ist eher eine Mission als ein Job“, erklärte Michaela Dämmrich. Voraussichtlich zum 1. Juli wird sie das Lübecker Veterinäramt verlassen und ihre Arbeit als Landesbeauftragte in Hannover antreten. Ihr Wohnort bleibt Bad Oldesloe. Was für sie auch bedeutet, dass sie ihren Sitz als Mitglied der Grünen im Oldesloer Kreistag behalten will. Zur Zeit überlegt sie allerdings, ob sie ihr Stadtverordnetenmandat abgibt.

Die Entscheidung, Michaela Dämmrich zu bestellen, wird von der niedersächsischen FDP kritisiert. Es dränge sich der Verdacht auf, dass es in diesem Fall um die Versorgung von Parteifreunden mit lukrativen Posten gehe, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Christian Grascha. Das sieht Michaela Dämmrich gänzlich anders. Es hätten sich viele Kandidaten um den Job beworben. Dämmrich: „Es war ein hartes Bewerbungs- und Auswahlverfahren; ich bin fünf Mal in Hannover gewesen.“ kks/tt

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige