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Lübeck Spontan-Chor beim offenen Volksliedersingen
Lokales Lübeck Spontan-Chor beim offenen Volksliedersingen
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20:43 07.09.2016
Mit Begeisterung schmetterten die rund 120 Lübecker beim offenen Volksliedersingen alte Gassenhauer. Quelle: Wolfgang Maxwitat

Während auf dem Fußballplatz gleich nebenan an der Falkenwiese wild gekickt wurde, erklangen im benachbarten Schulgarten ganz andere Töne. „Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder“, tönte es von dort vielstimmig. Rund 120 Sänger aller Altersgruppen und der Chor der Fackenburger Liedertafel hatten sich dort am Dienstagabend zum offenen Volksliedersingen getroffen.

Zum vierten Mal veranstaltete der Verein Operette in Lübeck unter der Leitung von Michael P. Schulz seinen Singabend unter dem Motto „Lübeck singt“ im Schulgarten. „Und diesmal haben wir Glück mit dem Wetter. Bisher war es jedes Mal kühl und windig“, freute sich auch Michael Haukohl, der neben der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung das Projekt sponsert. „Letztes Jahr haben wir so gefroren“, erinnert sich Haukohl.

Auf die Idee zu „Lübeck singt“ kamen Schulz und Haukohl gemeinsam mit der Musikerin Christine Möller durch ihr Projekt „Lübecker Kinder singen Volkslieder“. „Irgendwann kam die Idee, Singabende auch für Erwachsene zu machen“, sagte Haukohl. Genau 23 Lieder hat Michael P. Schulz an diesem Abend aus der Liederfibel ausgesucht. Auf dem Programm standen „Winde wehn, Schiffe gehn“, „Nehmt Abschied, Brüder“ oder auch Gassenhauer wie „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“. Doch auch Kanons beherrschte die bunt zusammengewürfelte Sängerschar, so dass Schulz spontan den „Lübecker Kanon-Chor“ ausrief.

Auch Isa Machtans (74) und ihre Freundin Ute Kacherus (76) sangen fleißig mit. Viele der Lieder kannten sie noch aus ihrer Schulzeit. „Aber meistens nur die erste Strophe“, sagte Ute Kacherus lachend. Sie war ganz begeistert von dem Singabend. Dabei war sie anfangs noch etwas skeptisch gewesen, als Isa Machtans ihr von dem Termin erzählte. Die hatte zufällig von der Veranstaltung erfahren. „Meine Tochter wohnt in den USA und hatte mir gemailt, das heute hier gesungen wird. Sie hat es online in der Zeitung gelesen“, sagt Isa Machtans. Für sie, die im Viertel groß geworden ist, war es ein besonderer Abend. „Es ist toll, hier zu sitzen und zu singen.“

Annabell Glistak (13) war gemeinsam mit ihrer Großmutter Irmtraut Daners (60) gekommen. Eigentlich hört die 13-jährige Schülerin der OzD eher Rock- und Popmusik. „Aber Volkslieder sind auch okay.

Schade, dass wir im Unterricht nicht öfter singen“, sagte sie. Zuhause sei das anders. „Wir singen eigentlich überall. Manchmal ist es Annabell etwas peinlich, wenn wir mitten auf der Straße anfangen“, sagte Daners lachend.

Im Mai 2017 soll das nächste Volksliedersingen stattfinden.

mg

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