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Lübeck Sportzentrum Falkenwiese gut in der Zeit
Lokales Lübeck Sportzentrum Falkenwiese gut in der Zeit
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22:43 26.05.2018
Sachgebietsleiter Frank Schröder (l.) und Bereichsleiter Friedrich Thorn stehen auf der Baustelle. Auf dem Platz sind die alten Oberflächenstrukturen abgetragen. Fertigstellung der Anlage ist im November. Quelle: Fotos: Cosima Künzel
Lübeck

„Dieses Sportzentrum ist nicht nur einzigartig in der Stadt“, sagt Frank Schröder vom Bereich Schule und Sport, „die gesamte Planung der Anlage ist aus sportwissenschaftlicher Sicht sogar ein bundesweites Leuchtturmprojekt.“ Idee ist, dass hier nicht nur Schulen und Vereine trainieren. Die Anlage mit einer Größe von 71 325 Quadratmetern soll ein „Ort des Miteinanders“ werden, an dem die Bürger über den Sport zusammengebracht werden.

In diesem Sinne wird in der Platzmitte ein Kunstrasenspielfeld mit 105 mal 68 Metern entstehen. Drumherum gibt es eine 400-Meter-Laufbahn mit Kunststoffoberfläche und im Osten eine kleine, nicht überdachte Tribüne. Dahinter werden ein Bereich zum Bouldern und Klein-Trampoline zum Springen eingerichtet. Auch Lübecker, die gern mit Skateboards oder Inlinern unterwegs sind, finden ihr Betätigungsfeld. „Die Wegebeziehungen auf der Anlage werden einen feinen, farbigen Asphaltbelag bekommen, so dass sie von Skatern sehr gut zu befahren sind“, erklärt Friedrich Thorn, Leiter des städtischen Bereichs Schule und Sport.

Im Norden des Kunstrasenspielfelds wird ein Sprung- und Cross-Parcours eingerichtet. „Der ähnelt einer Krater- und Hügellandschaft, die man durchlaufen kann“, sagt Schröder. Für Krafttraining stehen lose verteilt Liegstützgeräte, Übungsbänke, Klimmzug-Stangen und einiges mehr bereit. Zum Vergnügen der kleinen Besucher wird unter anderem eine Riesenschaukel, ein Klettergerüst sowie ein Kletterleuchtturm plus Spielstrandkörbe aufgebaut. Schröder: „Das Projekt ist keine klassische Sportanlage, sondern eine Kombination aus Sport- und Bewegungspark für die ganze Familie.“ Zusätzliche Eingänge zur Anlage sollen am Wakenitz-Wanderweg geschaffen werden.

Die Baumaßnahme für das Sportzentrum Falkenwiese geht voran. Der alte Platz ist abgerissen, jetzt werden Drainagerohre für das große Kunstrasenspielfeld verlegt. Die rund 71000 Quadratmeter große städtische Anlage soll im November fertig werden. Kosten: über vier Millionen Euro.

Begeistert von dem Konzept zeigt sich auch Bauleiter Bernd Groth. „Die innovative Anlage verfügt über sich ergänzende Nutzungskonzepte und eine moderne, zeitgemäße Ausrichtung“, betont der Landschaftsarchitekt, während Bauarbeiter große Erdhügel aufschichten. Spatenstich für das Projekt war im Frühjahr dieses Jahres, geplant wurde seit März 2016. „Damals bekamen wir den Förderbescheid des Bundes und konnten mit der konkreten Planung beginnen“, so Thorn. Er betont, dass sich Senatorin Kathrin Weiher (parteilos) besonders für das Projekt eingesetzt habe.

Als erstes fertig werden laut Thorn die Spielflächen im Nordwesten der Anlage. Dort sind zwei Kleinspielfelder vorgesehen. Eines ist mit Kunstrasen (40 mal 20 Meter) für Fußball, Hockey und andere Ballsportarten ausgestattet. Das andere mit Kunststoffbelag (44 mal 28 Meter) für Handball, Basketball und Ähnliches. Außerdem wird es Beachvolleyballfelder geben, auf denen auch Beach-Hockey, -Handball oder -Soccer gespielt werden kann. „Geplant sind drei Felder, so dass je nach Sportart eine ganze Schulklasse gleichzeitig spielen kann“, erklärt Thorn.

Mit Bilck auf die Parkplatzsorgen, die Anwohner während der Infoveranstaltung zuletzt im März äußerten, betont Thorn, dass die 88 bestehenden Parkplätze erhalten bleiben. „Wir werden die katastrophale Parksituation im Wohngebiet nicht verbessern, aber auch nicht verschlechtern.“

Platz für die ganze Familie

Die Kosten liegen bei über vier Millionen Euro. Einen Großteil davon trägt mit rund 2,7 Millionen Euro das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen aus den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Den Rest übernehmen die Possehl-Stiftung (500000 Euro) und die Stadt (rund 800000 Euro).

Im Zentrum der Anlage wird ein Kunstrasenspielfeld (105 mal 68 Meter) entstehen. Drumherum ist eine 400-Meter-Laufbahn mit Kunststoffoberfläche geplant. Außerdem stehen Bereiche zum Bouldern, Skaten, Springen, Crosslauf, Kugelstoßen und vieles mehr auf dem Plan. Für Krafttraining sind Liegestütz-Sterne, Übungsbänke oder Klimmzug-Stangen vorgesehen. Fans von Hockey, Handball, Basketball und ähnlichen Sportarten können auf zwei Kleinspielfeldern trainieren. Auch drei Beachvolleyballfelder werden integriert. Dort kann auch Beach-Hockey, -Handball oder -Soccer gespielt werden. Mehr Infos unter

www.sport-jugend-kultur.de

 Cosima Künzel

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