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Lübeck Übergabe in Lübeck: Land fördert Projekte gegen die Arbeitslosigkeit
Lokales Lübeck Übergabe in Lübeck: Land fördert Projekte gegen die Arbeitslosigkeit
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17:21 14.03.2019
Staatssekretär Thilo Rohlfs übergab die Förderbescheide in der Fahrschule Alfa von Johannes Spohr in der Großen Burgstraße. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Viel Geld für Projekte gegen die Arbeitslosigkeit: Schleswig-Holsteins Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs hat in Lübeck Zuwendungsbescheide über rund 2,5 Millionen Euro für acht Projekte zur Qualifizierung und Begleitung von Existenzgründungen überreicht. Außerdem übergab er Förderbescheide über insgesamt 170000 Euro an die Regionale Fachberatung Schule - Betrieb.

Förderung für Lübecker Unternehmensberatung

Die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK) erhält 1,22 Millionen Euro, die in Lübeck ansässige Unternehmensberatung „neue impulse“ rund 795000 Euro, das Centrum für Angewandte Technologien GmbH (CAT) 214000 Euro, die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH des Kreises Pinneberg (WEP) 179760 Euro sowie die Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe Itzehoe gGmbH (AGS) 106000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Lübecker Fahrschule als Paradebeispiel

Die Bescheidübergabe erfolgte bei dem Lübecker Existenzgründer Johannes Spohr. Der 37-Jährige hatte zunächst eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker absolviert, die er 2007 als Innungsbester abschloss. Nach einem begonnen Studium zum Berufsschullehrer Metall erfolgte eine berufliche Umorientierung, indem Spohr die Ausbildung zum Fahrlehrer der Klasse B absolvierte. Im Jahr 2013 nahm er dann an dem ESF-geförderten Projekt zur Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit im Gründercamp Lübeck teil. Schließlich gründete er zum 1. August 2013 die Altstadt-Fahrschule in Lübeck. Seitdem arbeitet Spohr sehr erfolgreich. Er beschäftigt in seinem Unternehmen inzwischen zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sieben Fahrlehrer in drei Filialen in der Hansestadt.

Hilfe für 10000 Gründungswillige

In den vergangenen Jahren konnten laut Rohlfs bereits über 10000 Gründungswillige aus der Arbeitslosigkeit in den Projekten geschult werden. Die Mehrheit von ihnen gründete im Anschluss ein eigenes Unternehmen. Mit der Bescheidübergabe werde die wertvolle Arbeit der Projekte für die Jahre 2019 und 2020 fortgesetzt, um arbeitsuchenden Menschen eine stabile Perspektive zu geben. Eine Möglichkeit ist die Qualifizierung über die acht Existenzgründungsprojekte in Schleswig-Holstein. In diesen Gründungscamps sollen in den kommenden zwei Jahren rund 2100 Nichterwerbstätige gezielt auf ihre Selbstständigkeit vorbereitet und begleitet werden. Dafür wendet Schleswig-Holstein rund 2,5 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Arbeit auf.

Förderung für Regionale Fachberatung

Seinen Besuch in Lübeck nutzte Rohlfs auch dafür, die Regionale Fachberatung Schule-Betrieb mit einem Förderbescheid zu bedenken. Dabei bieten die IHK zu Kiel und Flensburg sowie die Handwerkskammer Lübeck Projekte zur Berufsorientierung an. Damit diese Angebote fortgesetzt werden können, gibt das Land 170000 Euro.

„Unser Ziel ist es, mit einer gelungenen Berufsorientierung die Weichenstellung am Übergang von der Schule in den Beruf optimal zu unterstützen und damit der Wirtschaft gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung zu stellen“, sagte Rohlfs. „Das ist gerade jetzt angesichts des drohenden Fachkräftemangels wichtiger denn je.“

Kooperation von Schulen und Betrieben

Wie der Staatssekretär weiter erläuterte, sei die Regionale Fachberatung seit mehr als zwölf Jahren ein wichtiges Instrument zur Berufsorientierung. Die Kooperation von Schulen mit örtlichen Betrieben bedürfe ebenso der aktiven Unterstützung wie deren Ausgestaltung. Rohlfs: „Bei den vereinbarten Kooperationen werden echte Win-Win-Situationen geschaffen, denn der Praxisbezug, den die Betriebe in die Schulen bringen, ist ebenso eine Bereicherung wie der frühe Kontakt zwischen Ausbildern und potentiellen Auszubildenden. Beides fördert das gegenseitige Verständnis und kann einen gelungenen Start in die Ausbildung ebnen.“

5000 Schulen kontaktiert

Seit Beginn des Projektes sind knapp 5000 Schulen und über 6000 Betriebe seitens der Regionalen Fachberatung kontaktiert worden. Die Fachberatung steht in engem Kontakt zu Schulen und Betrieben, um einerseits Kooperationen zu bilden und andererseits bestehende Vereinbarungen zu begleiten. Nach mehr als 1000 abgeschlossenen Kooperationen rücken laut Rohlfs mit der aktuellen Förderung die berufliche Orientierung, Netzwerkarbeit sowie Zukunftsthemen wie Digitalisierung oder Unternehmertum und die Elternarbeit in den Mittelpunkt der Projektarbeit. „Ich bin glücklich, diese Schnittstelle zwischen Schulen und Betrieben fördern zu können und danke den beteiligten Kammern für das langjährige Engagement in der Regionalen Fachberatung,“ sagte Rohlfs.

LN

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