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Lübeck Staatssekretär besucht Flüchtlinge
Lokales Lübeck Staatssekretär besucht Flüchtlinge
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21:17 20.10.2017
Torsten Geerdts steht vor der Flüchtlingsunterkunft in der Travemünder Ostseestraße und spricht mit den Bewohnern Anes Othman (24) und Alaa Kafour (28, von rechts). Quelle: Foto: Cosima Künzel
Travemünde

„Haben Sie das hier so gepflegt, weil ich da bin, oder sieht das immer so aus?“, scherzt StaatssekretärTorsten Geerdts vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration, noch bevor die Gruppe das Gebäude betreten hat. Leiter Marco Schneider lächelt. Es sehe immer so gut aus, sagt er, und es werde noch besser. „Voraussichtlich im November erwarten wir die Spielgeräte für Kinder“, kündigte Schneider an der Seite von DRK-Geschäftsführer Stefan Krause an.

Betrieben wird die Gemeinschaftsunterkunft seit Anfang des Jahres vom DRK in Kooperation mit den Johannitern. Insgesamt ist das Gelände rund 18000 Quadratmeter groß, und die zweistöckigen Gebäude sind in U-Form angelegt. Laut DRK stammen die Flüchtlinge vor allem aus Syrien und Afghanistan, die meisten haben bereits Deutschunterricht oder befinden sich in einem Arbeitsverhältnis.

Beim Rundgang erfährt Geerdts, dass in der Ostseestraße derzeit 233 Flüchtlinge leben, darunter 70 Kinder. Claudia Schwartz, Bereichsleiterin Soziale Sicherung, erklärt Geerdts, man erreiche in der Ostseestraße im Schnitt eine Auslastung von 80 bis 85 Prozent. So sei gewährleistet, dass Familien mit Kindern oder ethnische Gruppen unter sich bleiben könnten. Zuletzt hatte es Diskussionen über die Auslastung gegeben. Denn die Stadt muss frei bleibende Plätze bezahlen, da das Land nur für genutzte Plätze Geld überweist. Auch fehlende WLan-Zugänge und kleine sowie sterile Räume wurden von den Parteien kontrovers diskutiert.

Ingesamt gibt es rund hundert Zimmer in der umstrittenen Einrichtung. Ein kleiner Teil sind Einzelzimmer, der Rest Vierbettzimmer.

Bei seinem Besuch schaute sich Geerdts auch diese Räume an und kam unter anderem mit Alaa Kafour (28) und Anes Othman (24) ins Gespräch. Kafour stammt aus Syrien und berichtet, dass er Schneider gelernt habe. Othman ist Informatiker und sein größter Wunsch sei, eine Arbeit zu finden. Abschließend zieht CDU-Fraktionsvorsitzender Christopher Lötsch ein positives Fazit: „Die Unterkunft hat einen guten Eindruck gemacht.“ Verbessert werden könnte die Zahl der Dolmetscher und die Gestaltung des Außenbereichs. „Mehr Bänke oder auch Unterstände wären wünschenswert.“

LN

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