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Lübeck Stadt will Ratten am Holstentor vertreiben
Lokales Lübeck Stadt will Ratten am Holstentor vertreiben
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20:14 08.04.2016
Gemütliches Versteck: Besonders in der Nacht sind die Nagetiere aktiv. Quelle: Fotos: Holger Kröger

Die Tierchen mit ihren niedlichen Gesichtern werden bis zu 30 Zentimeter lang und bringen gerade mal ein paar hundert Gramm auf die Waage — trotzdem können Ratten schnell zur Plage werden. So geschehen mitten in der Stadt, wo sich die Nager nun breitgemacht haben.

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Schädlingsbekämpfer stellen Köderboxen auf — Eine Gefahr für Menschen und Hunde bestehe nicht.

Seit ein paar Wochen fühlen sich die Tiere besonders in der Nähe des Eis-Pavillons an der Untertrave und an dem kleinen Sitzplatz an der Ecke in Richtung zum Holstentor wohl. Laut Angaben der Stadt handele es sich um ein größeres Rudel, das jetzt für Unmut und Verunsicherung bei der Bevölkerung sorge. Die Ansiedlung direkt am Wahrzeichen der Hansestadt komme nicht von ungefähr, bestätigte Stadtsprecherin Valessa Glisovic gegenüber den LN: „In Wassernähe, insbesondere in Hafenbereichen, ist mit einem regelmäßigen Vorkommen von Ratten zu rechnen.“

Nun hat die Stadt den Nagern den Kampf angesagt. Glisovic: „Im und am Holstentor sind professionelle Schädlingsbekämpfer gerade dabei, die Ratten zu beseitigen.“ Im Vordergrund stehe aber lediglich eine Verdrängung der Tiere aus den Bereichen, in denen sie Schaden anrichten könnten. „Eine Ausrottung der Tiere ist nicht das Ziel“, versichert Glisovic. Die professionelle Bekämpfung wird durch speziell zugelassene Köderboxen erreicht. Diese wurden nun fachgerecht an den entsprechenden Orten ausgelegt.

Eine Gefahr für Kinder oder Hunde bestehe laut Glisovic nicht. Trotzdem sollten Hunde im Stadtgebiet an der Leine geführt werden, betonte sie. Der Grund: „Sie können sich durch Kontakt zu vergifteten und deshalb verlangsamten Ratten schädigen.“

Außerdem unterstütze das Füttern von Tauben die Verbreitung von Ratten, da diese ebenso mit Nahrung versorgt würden, so Glisovic. Daher bittet sie die Lübecker, keine Essensreste an die Tauben zu verteilen. Das gelte sowohl am Holstentorplatz, als auch im gesamten Stadtgebiet.

Von er

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