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Lübeck Bürger beklagen gefährliche Schulwege
Lokales Lübeck Bürger beklagen gefährliche Schulwege
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16:56 23.01.2019
Stadtteilkonferenz in Schlutup: Sven Schindler (v. l.), Kathrin Weiher, Jan Lindenau und Joanna Hagen informieren. Quelle: Rüdiger Jacob
Schlutup

Großes Interesse an der dritten Lübecker Stadtteilkonferenz: Etwa 160 Bürger kamen in die Willy-Brandt-Schule, „mehr als wir erwartet haben“, sagte Bürgermeister und Moderator des Abends, Jan Lindenau (SPD). Ihm zur Seite standen die Senatoren Kathrin Weiher (parteilos), Sven Schindler (SPD) und Joanna Hagen (parteilos).

Was tut die Verwaltung, was ist in Schlutup geplant – und: was bewegt die Schlutuper? „Wir nehmen Ihre Fragen mit, beantworten sie auch nachträglich“, versprach Lindenau. In einigen Wochen sollen die Ergebnisse der Stadtteilkonferenz im Internet veröffentlicht werden. Über den aktuellen Stand der Nahversorgung und mögliche Bebauungen im Stadtteil informierten Schindler und Hagen. Kathrin Weiher listete Positives auf: Die Grenzdokumentationsstätte bezeichnete die Senatorin als „Herz Schlutups“. Das Freibad sei mit etwa 260 000 Euro umfassend modernisiert worden, und für die Archäologie sei ein neuer Raum gefunden worden. Beim Thema Jugendliche gingen die Meinungen allerdings auseinander. Teilnehmer beklagten „lärmende und randalierende Zustände nach Alkoholkonsum“ (die LN berichteten). Die von Weiher propagierte Lösung, Jugendlichen am Hafen einen Unterstand zu etablieren, um sie von den Freiflächen zu holen, stieß auf wenig Interesse: „Das wird kein gutes Terrain sein“, sagte Achim März, Chef des Gemeinnützigen Vereins. „Die Frage ist doch, wie integrieren wir die Jugendlichen und wie geben wir ihnen das Gefühl, dass sie ein Teil der Gesellschaft sind.“ In dieses Horn stieß auch Lukas Nagy: „Ein Pavillon an der Stelle können Sie sich sparen“, so der Rat des 18-Jährigen an die Verwaltung.

Kritik ging auch an die Bausenatorin. Eine Mutter beklagte das Entfernen gleich dreier Zebrastreifen in der Wesloer Straße. Derzeit gebe es nur einen markierten Fußgängerüberweg - ein Sicherheitsrisiko vor allem für kleine Kinder. „Uns sind aber die Hände gebunden“, sagte Hagen. Auf die Entscheidung, ob und wann Verkehrszeichen entfernt oder installiert werden, habe die städtische Verkehrsbehörde keinen rechtlichen Einfluss. Gleichwohl versicherte Hagen, die Anregungen noch einmal unter dem Gesichtspunkt der Schulwegsicherheit zu überprüfen.

„Dem Senat ist es wichtig, die Themen der Bürger aus erster Hand zu erfahren, um Anregungen besser im Verwaltungshandeln zu berücksichtigen“, sagte Lindenau. Ein Dialog auf Augenhöhe und Transparenz im Handeln von Verwaltung und Politik seien zwingende Voraussetzung für die Akzeptanz und Umsetzung von Entscheidungen. Deshalb werde auch die Frage, wo eine Unterkunft für Jugendliche installiert werde, zusammen mit den Jugendlichen erörtert, so Lindenau weiter. Bis dahin sei ein verstärkter Einsatz von Streetworkern geplant.

Rüdiger Jacob

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