Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Vier neue Stadtteilbüros mit allen Dienstleistungen
Lokales Lübeck Vier neue Stadtteilbüros mit allen Dienstleistungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:49 09.02.2018
Die Königpassage, in der viele Läden leerstehen, wird als ein Standort für ein Stadtteilbüro in der Innenstadt geprüft. Quelle: Malzahn
Lübeck

Denn auch bevor vier der sechs Bürgerbüros endgültig geschlossen wurden, war die Lage nicht immer rosig. Einige Stadtteilbüros waren immer wieder über Tage geschlossen, weil Personal fehlte. Vor allem die Moislinger können ein Lied davon singen. Deshalb plant Hinsen vier ungefähr gleich große Anlaufstellen mit jeweils 15 bis 20 Mitarbeitern. So müssen Stadtteilbüros nicht mehr über Tage schließen, weil Beschäftigte krank sind. „An allen vier Standorten werden alle Dienstleistungen der Meldebehörden und der Kfz-Zulassung angeboten“, sagt Hinsen. Später können auch Ausländerangelegenheiten hinzukommen.

Zum Thema

Alle LN-Berichte zum Thema Stadtteilbüros: Klicken Sie hier, um alles zum Thema zu lesen!

Der Meesenring bleibt einer der Standorte. Für die Innenstadt sucht der Senator zusammen mit dem städtischen Gebäudemanagement (GMHL) nach einer anderen Immobilie. Der jetzige Standort in der Dr.-Julius-Leber-Straße sei weder den Besuchern noch den Mitarbeitern länger zuzumuten, erklärt der Senator. Darin ist er sich einig mit dem künftigen Bürgermeister Jan Lindenau (SPD), der schon vor Monaten eine Unterbringung in der Königpassage anregte. Das werde untersucht, sagt Hinsen. Denkbar sei aber auch eine andere Immobilie in der Altstadt oder sogar ein Neubau in der Dr.-Julius- Leber-Straße.

Für die neuen Stadtteilbüros in Kücknitz und Moisling sucht das GMHL nach geeigneten Immobilien. In Kücknitz seien die bisherigen Räume an eine andere Behörde vermietet, in Moisling seien sie zu klein. Hinsen: „Möglicherweise werden wir neu bauen müssen.“ Über Investitionskosten kann der Senator noch keine Angaben machen. Klar ist, dass dieses Konzept nicht sofort umsetzbar ist. Hinsen rechnet mit einem Jahr.

Das Kücknitzer Stadtteilbüro wird Travemünde mit versorgen. Es wird eine kleine Filiale geben, die stundenweise besetzt ist. Dort wird dann auch der viel diskutierte Bürgerkoffer zum Einsatz kommen. Das Moislinger Stadtteilbüro wird den Hochschulstadtteil mit versorgen.

Meldewesen und Kfz-Zulassung zählen 60 Mitarbeiter, die auf die vier Standorte verteilt werden. Hinsen hat den Personalrat in seine Pläne eingeweiht und stellt sie in diesen Tagen den betroffenen Mitarbeitern vor. Hinsen will auch die Öffnungszeiten der Anlaufstellen deutlich ausweiten. Das sei aber nicht mit einer Ausweitung der Arbeitszeiten verbunden. „Was wir machen, ist etwas Neues und keine Wiederbelebung des Alten“, betont der Senator und hofft, „dass der parteipolitisch aufgeladene Streit damit vom Tisch ist“.

dor

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!