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Lübeck Stadtteilbüros werden länger geöffnet
Lokales Lübeck Stadtteilbüros werden länger geöffnet
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12:42 31.12.2017
Im Januar und Februar werden die Öffnungszeiten in den beiden Stadtteilbüros in der Innenstadt und im Meesenring verlängert.  Quelle: LN-Archiv
Lübeck

Es ist zäh. Der Wille ist da, aber der Weg lang. „Wir wollen den Bürgern einen guten Service bieten“, macht Melanie Wöhlk klar. Seit Dezember ist die 41-Jährige neue Leiterin des Meldewesens.

Es läuft, aber es läuft noch nicht gut. Daher verbessern die Stadtteilbüros ihren Service. Ab Januar bieten sie extra Öffnungszeiten an, zudem gibt es ein neues Service-Telefon. Ab Frühjahr soll die Wartezeit auf einen Termin unter vier Wochen liegen – und es soll EC-Karten-Zahlung geben.

Kontakt

Jeden Morgen werden freie Termine für den selben Tag angeboten – unter www.luebeck.de/bewohner/terminvergabe_online/

Das Service-Telefon ist unter 122/3311 während der Öffnungszeiten erreichbar.

Im Januar und Februar werden die Öffnungszeiten in den beiden Stadtteilbüros in der Innenstadt und im Meesenring verlängert. Montags und dienstags werden die Zeitfenster ausgedehnt: von derzeit 8 bis 14 Uhr auf dann 7 bis 15 Uhr. Freitags sollen die Öffnungszeiten von 8 bis 12 Uhr auf dann 8 bis 14 Uhr erweitert werden. Dafür arbeiten die Mitarbeiter vier Stunden extra pro Woche.

Die verlängerten Öffnungszeiten sollen den aktuellen Terminstau abbauen. Derzeit müssen die Lübecker zehn Wochen auf einen Termin im Stadtteilbüro warten. „Wir wollen unter vier Wochen kommen“, sagt Wöhlk. „Bis zum Frühjahr wollen wir das schaffen“, verspricht Innensenator Ludger Hinsen (CDU). Das Problem: Der Terminstau ist selbst gemacht – durch mehr Service. Im Sommer hatten die Mitarbeiter der Stadtteilbüros 4800 Lübecker angeschrieben – mit dem Hinweis, dass ihr Personalausweis in den nächsten drei Monaten ausläuft. Prompt wollten alle einen Termin bei der Behörde. Aktuell schreiben Wöhlks Leute 1000 Lübecker im Monat an.

Allerdings: Wer den Ausweis beantragt hat und ihn später abholen will, der kann sich keinen Termin besorgen. „Die Wartezeit beträgt im Durchschnitt sieben Minuten“, sagt Wöhlk. Die Abholer kommen dann an einen Schnellschalter. Derzeit will Wöhlk das auch so belassen, bis der Terminstau abgebaut ist. Denn: Oftmals reservieren Bürger gleich mehrere Termine, sagen sie aber nicht ab. Das sind derzeit hundert Termine pro Woche. Dadurch gibt es täglich auch noch freie Termine, die am selben Tag auf der Website sichtbar sind.

Langfristig sollen die Öffnungszeiten komplett umgestellt werden. Dann soll es Termine ab 7 Uhr geben, welche am Vormittag und später am Nachmittag bis 20 Uhr, so dass die Lübecker vor oder nach der Arbeit zum Stadtteilbüro gehen können.

Die Anzahl der Mitarbeiter im Meldewesen ist jetzt von 40 auf 48 gestiegen. Darunter sind auch vier Mitarbeiter der alten städtischen Telefonzentrale. „Sie bedienen jetzt unser Service-Telefon, geben Auskünfte, machen Termine aus“, sagt Wöhlk. Sie will demnächst drei Kassenautomaten anschaffen sowie kleine EC-Karten-Terminals. Dann müssen die Bürger nicht mehr bar bezahlen. Die Investitionskosten betragen 120 000 Euro.

Wöhlks Vision vom Bürger-Service: Vier Anlaufstellen soll es in der Hansestadt geben – am Bahnhof, nördlich der Trave, in Moisling/Buntekuh und im Hochschulstadtteil. Die Idee: Vom Wohngeld über Bafög bis hin zum Personalausweis gibt es nur einen Ansprechpartner. Möglich macht das eine neue Software. Sie hat eine Basis- Datenbank und daran können dann alle anderen Systeme andocken – ob Asylantrag oder Kfz-Ummeldung. Dadurch könnte jeder Mitarbeiter auf alle Systeme zugreifen, der Bürger hätte nur eine Anlaufstelle. Das Konzept ähnelt dem von Jan Lindenau (SPD), der am 1. Mai sein Amt als neuer Bürgermeister antritt.

Die neuen Pioniere des Gründungsviertels

Vor nicht ganz 875 Jahren entstanden hier die ersten Häuser der neuen Stadt Lübeck. Jetzt hat das Gründungsviertel neue Pioniere: Seit einigen Wochen steht das erste Haus auf dem 10000 Quadratmeter großen Gelände, das frei ist, seit zwischen 2010 und 2013 der Berufsschulkomplex aus den 50er Jahren abgerissen wurde.

Noch sieht es einsam und verloren aus, das Haus an der Alfstraße. Aber im kommenden Jahr, passend zum 875. Jubiläum der Stadtgründung, werden die Bewohner einziehen. Dann werden nach und nach weitere Ein- und Mehrparteienhäuser entstehen, und ein neues Viertel wird Gestalt annehmen. Wie damals im 12. Jahrhundert. kab

 Josephine von Zastrow

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