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Lübeck Startschuss: Neue Schule in St. Jürgen
Lokales Lübeck Startschuss: Neue Schule in St. Jürgen
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18:23 23.09.2017
Endlich mehr Platz: Schulleiter Stefan Pabst hat fünf Jahre lang für einen Neubau gekämpft. Die Arbeiten starten Ende 2018. Quelle: Foto: Lutz Roessler

Fast fünf Jahre hat Schulleiter Stefan Pabst dafür gekämpft. „Wir freuen uns sehr darauf“, sagt er. Jetzt geht es los. Es wird ein großes Schulzentrum in St. Jürgen entstehen. Dort werden dann mehr als 1150 Schüler unterrichtet – von gut 80 Lehrern und 20 Betreuern sowie Sozialarbeitern. Die Idee dahinter: aus zwei mach eins. Denn bisher hat die Grund- und Gemeinschaftsschule zwei Standorte:

So sieht Schule morgen aus: Für 13,7 Millionen Euro wird die Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen neu gemacht. Der Bund zahlt neun Millionen Euro. Die Stadt zahlt 4,7 Millionen Euro. Aber es kommen noch weitere Kosten hinzu. Los geht es Ende 2018. Fertig soll alles 2020 sein.

Mönkhofer Weg und Kalkbrennerstraße. Die Entfernung beträgt zwar nur 350 Meter, erschwert den Schulalltag aber enorm. Zudem müssten die Gebäude an der Kalkbrennerstraße für geschätzte zehn Millionen Euro saniert werden. Da ist ein einziger Schulstandort mit Neubau sinnvoller, meint Pabst. Und hat die Stadt überzeugt. Die wiederum kann aus dem 12000 Quadratmeter großen Grundstück an der Kalkbrennerstraße ein Wohnviertel machen, wenn der Neubau fertig und die Schüler umgezogen sind.

Der Plan: Die denkmalgeschützte Schule am Mönkhofer Weg bleibt bestehen. Sie wurde 1931 errichtet. Dieses rechteckige Gebäude steht parallel zur Straße und knickt nach hinten ab in eine L-Form.

Dieser Riegel wurde durch einen Anbau aus den 50er Jahren verlängert. Diese L-Form rahmt den Schulhof ein. Dort entsteht jetzt der Neubau – ebenfalls ein rechteckiges Gebäude in L-Form. Es wird parallel zum jetzigen Altbau mit Anbau errichtet.

Der Neubau hat eine Nutzfläche von 3750 Quadratmetern. Sie verteilen sich auf drei Stockwerke – und im Erdgeschoss ragt die Mensa im rechten Winkel heraus. Sie ist mit viel Fensterfläche versehen und bietet Platz für 220 Schüler. Pabst geht davon aus, dass dort täglich 660 Schüler zu Mittag essen können – in drei Schichten. Der dreigeschossige Neubau zeichnet sich durch eine breite Treppe in der Mitte des Gebäudes aus, die die Stockwerke erschließt. Dadurch bilden sich im ersten und zweiten Obergeschoss Galerien. Sie ragen an einigen Stellen heraus, so dass dort Balkone und Nischen entstehen. Dort können die Schüler in Gruppen arbeiten. Die Klassenräume reihen sich um die Galerien herum. Der Neubau hat viel Glas, so dass es innen hell und licht ist. Das Gebäude wird mit rotem Ziegel verklinkert. Im Neubau sollen die Jahrgänge sieben bis 13 untergebracht werden. Im Altbau ist dann Platz für die Grundschüler und die Kinder der Klassen 5 und 6. Im Altbau gibt es eine Aula und zwei kleine Sporthallen. Die große Sporthalle am Standort Kalkbrennerstraße bleibt und wird weiter für den Sportunterricht genutzt.

Allerdings: Es kommen noch weitere Kosten auf die Stadt zu – eine Million Euro. Denn wenn am Mönkhofer Weg alles schick und neu ist, werden die Schulgebäude an der Kalkbrennerstraße abgerissen. Das kostet eine halbe Million Euro. „Ursprünglich war der Abriss mit in den Kosten für den Neubau drin“, gibt Dennis Bunk, Chef des Gebäudemanagements, zu. Doch die Schule braucht mehr Räume, weil es mehr Grundschulkinder gibt und die Oberstufe dazugekommen ist. Hinzu kommen weitere Ausgaben für eine autarke Versorgung der Sporthalle mit Ver- und Entsorgungsleitungen, für Parkplätze und Fahrradstellplätze.

Damit nicht genug: „Auch in dem denkmalgeschützen Altbau am Mönkhofer Weg werden wir etwas machen müssen“, sagt Bunk. Zwar müsse das Gebäude nicht komplett saniert, aber auf Vordermann gebracht werden. Besonders brisant: Im Anbau aus den 50er Jahren sind die Grundschüler untergebracht. Dort sind Schadstoffe gefunden worden. Es geht um den Kleber unter dem Parkett, der ins Mauerwerk eindringt. Die Situation sei nicht akut. Aber: „Perspektivisch muss man sich Gedanken machen, ob der Anbau erhalten wird“, sagt Bunk. Sein Vorschlag: Der Anbau könnte abgerissen werden, denn er steht nicht unter Denkmalschutz. Dafür könnte ein weiterer Neubau errichtet werden, der ebenfalls auf dem Schulhof steht – parallel zum dahinterliegenden Sportplatz. Dort könnte auch eine Kindertagesstätte Platz finden.

Von Josephine von Zastrow

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