Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Stau wegen Sperrung der Josephinenbrücke weniger schlimm als erwartet
Lokales Lübeck Stau wegen Sperrung der Josephinenbrücke weniger schlimm als erwartet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:12 08.01.2019
Da die Josephinenbrücke seit Dienstag gesperrt ist, müssen Autofahrer Umwege in Kauf nehmen. In der Schwartauer Allee/Ecke Karlstraße staut sich zwischenzeitig der Verkehr. Quelle: Felix König
Lübeck

Es ist 7.35 Uhr am Morgen. Der Himmel ist tief dunkelblau, die Straßen sind nass vom Regen. Eine Parade roter Bremslichter leuchtet auf, die Ampel an der Kreuzung Schwartauer Allee/Bei der Lohmühle ist umgesprungen, der Berufsverkehr staut sich, zumindest für einen kurzen Moment. Denn seit Dienstag, 6 Uhr, ist die Josephinenbrücke gesperrt. Der Grund: Die Brücke wird neu gebaut, für insgesamt 4,37 Millionen Euro. 3,24 Millionen Euro fließen dabei in den reinen Bau der Brücke ein.

Die Josephinenbrücke ist seit Dienstag für den Verkehr gesperrt. Quelle: Felix König

Knotenpunkte rund um die Baustelle wurden entlastet

„Wir können noch nicht genau sagen, wie es sich mit dem Stau aufgrund der Vollsperrung verhält“, sagt Stadtsprecherin Valessa Glisovic. „Wir haben allerdings dafür gesorgt, dass die Knotenpunkte entlastet werden.“ So wurde stadteinwärts die Linksabbiegerspur der Schwartauer Allee in die Karlstraße verlängert. Dadurch können sich mehr Autos hintereinander aufreihen, was die Wartezeit der Linksabbieger verkürzen soll. In Richtung stadtauswärts wurden auf der Karlstraßenbrücke drei Fahrspuren markiert – zwei davon führen stadtauswärts. Auch die Ampelschaltung an der Kreuzung Schwartauer Allee/Bei der Lohmühle wurde neu getaktet.

Am frühen Morgen ist auch auf den Umleitungsstrecken kaum etwas los. Die neu getaktete Ampelschaltung soll vermehrte Staubildung verhindern. Quelle: Felix König

Die Maßnahmen der Stadt scheinen zu funktionieren, zumindest am ersten Tag der Sperrung kommt es im morgendlichen Berufsverkehr zu keinen größeren Verzögerungen. Knapp sieben Minuten benötigen Autofahrer von der Ecke Josephinenstraße/Einsiedelstraße bis zur Kreuzung Schwartauer Allee/Bei der Lohmühle. Ohne Stau wäre die Strecke von 1,7 Kilometern in gut der Hälfte der Zeit zu schaffen, die Zeitverzögerung hält sich also in Grenzen. Auch Polizeisprecher Ulli Fritz Gerlach gibt vorerst Entwarnung: „Wir haben bisher keine Kenntnisse darüber, dass es aufgrund der Baustelle zu einem größeren Verkehrschaos gekommen ist. Allerdings kann ich nicht in die Glaskugel gucken und vorhersehen, wie sich die Situation weiterentwickeln wird.“ Vielleicht, so Gerlach, hätten die Autofahrer auch von vornherein eine andere Route gewählt und den Stau so auf ein Minimum reduziert.

Gerade einmal 6:49,32 Minuten nimmt die Umfahrung der gesperrten Josephinenbrücke in Kauf – das ist knapp doppelt so viel wie ohne Stau. Quelle: Felix König

Anwohner genervt: Fremdparker stellen Straße zu, um Stau zu umgehen

Neben genervten Autofahrern trifft die Sperrung auch Anwohner: „Für uns Rentner ist der Stau gar nicht mal das größte Problem, wir sind aufs Auto ja zum Glück nicht angewiesen“, sagt Rosita von Appen, die mit ihrem Mann in der Einsiedelstraße wohnt. „Schlimm ist aber, dass Fremdparker die ganze Straße zuparken und einfach zu Fuß weiterlaufen um den Stau zu umgehen.“

Noch bis Weihnachten dieses Jahres dauert die Vollsperrung an. Im Januar und Februar 2020 werden die restlichen Arbeiten erledigt. Rund 12 500 Autofahrer und 750 Lastwagen passieren täglich die Brücke und sind so von den Bauarbeiten betroffen. Ob es im weiteren Verlauf noch zu dem erwarteten Verkehrschaos kommen wird, bleibt abzuwarten.

Josephine Andreoli

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach einem Unfall in Schlutup stellten Polizeibeamte fest, dass das Auto gestohlen war. Einen Täter konnte die Polizei fassen. Er stand unter Drogeneinfluss und hatte ein Messer bei sich. Der andere Täter konnte flüchten.

08.01.2019

Unfall in der Hansestraße: Eine 73-Jährige wurde bei einem Zusammenstoß mit einem Radfahrer lebensgefährlich verletzt. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der 35-Jährige radelte vermutlich bei Rot über die Ampel am Zob.

08.01.2019

Mit Tobias Knöller hat das Jugendpfarramt, zentrale Anlaufstelle der Evangelischen Jugend, eine neue Leitung in Lübeck. Zeitgleich ist das neue Jahresprogramm für Profis und Ehrenamtler erschienen.

07.01.2019