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Lübeck Steine und Scheine für St. Petri
Lokales Lübeck Steine und Scheine für St. Petri
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22:27 06.04.2016
Ein Stein, der stützt und unterstützt: St.-Petri-Bauverein-Vorstandsvorsitzender Theo Dräger (v. l.) bekommt von Sieben-Türme-Fundraiser Christian Hohmann und Pastor Bernd Schwarze ein Stück Mauerwerk als symbolisches Geschenk. Quelle: Lutz Roeßler
Innenstadt

Der durchdringende Lärm eines Stemmhammers verrät dem Besucher schon vor Betreten von St. Petri, dass kräftig gearbeitet wird. Täglich sind die Handwerker der Kirchenbauhütte des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg von halb sieben Uhr am Morgen mit der Sanierung der über 800 Jahre alten Kirche beschäftigt. Maurer erneuern die kaputten Fugen, trennen marode Mauersteine heraus und ersetzen sie durch neue.

„Ein solches Engagement ist für uns ein starker Rückhalt.“Pastor Bernd Schwarze

Doch nicht nur die 2013 begonnenen Arbeiten schreiten voran. Auch im Einwerben der zur Restauration benötigten Spenden ist die Kampagne „Sieben Türme will ich sehen“ des Kirchenkreises auf einem guten Weg: Mit einer Spende über 100 000 Euro des St. Petri Bauvereins steigt das Spendenbarometer auf insgesamt 1498755 Euro an. Sieben-Türme-Fundraiser Christian Hohmann bedankt sich mit einem symbolischen Geschenk bei Theo Dräger, Vorstandsvorsitzender des Bauvereins: einem Rippenstein, von dessen Typ sich unzählige am Gewölbe der Kirche wiederfinden. „Der Bauverein stützt und unterstützt St. Petri wie dieser Stein“, sagt Hohmann. Durch die von Christian Dräger stammenden 100000 Euro ist die Hälfte der benötigten 2,8 Millionen Euro bereits gesammelt. Auch Theo Dräger ist optimistisch, dass die angestrebte Spendensumme erreicht werden kann: „Die Spende ist eine Ermutigung, Großspender erfolgreich anzusprechen.“

Der Bauverein setzt sich seit über 30 Jahren für den Wiederaufbau und die Sanierung von St. Petri ein und muss bei Spendensammlungen auf das Potenzial einer Ortsgemeinde verzichten.

Dennoch konnte der Verein zwischen 1983 und 1987 bereits 800000 DM für die Fertigstellung des Innenraumes nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten zusammentragen. In den 90er-Jahren unterstützte die heute auf 57 Mitglieder angewachsene Organisation zudem den Umbau der Aussichtsplattform und des Fahrstuhls der Kirche mit 600 000 DM.

„Ein solches Engagement im Rücken zu wissen, ist für uns ein starker Rückhalt“, sagt Petri-Pastor Bernd Schwarze. Durch die Restaurationsmaßnahmen wolle die Petrikirche in ihrer Konzeption als Universitäts- und Hochschulkirche mit Kunst, Kultur und Wissenschaft auch zukünftig ein deutschlandweites Unikat sein. Auch nach den Umbauarbeiten möchte St. Petri einen Besuch im Gotteshaus zum Erlebnis machen. So soll es weiterhin Bilderpräsentationen, die Petrivisionen oder Universitätsfeiern geben. Außerdem ist ein neues Informationssystem für Touristen vorgesehen.

Bis es soweit ist, werden noch einige der roten Handstichziegel an der Kirchenfassade ausgetauscht. 2017 soll die Sanierung abgeschlossen sein. „Die gesamte Baumaßnahme ist zeitlich bestens im Plan“, sagt Schwarze. Auch deshalb herrscht an der Baustelle St. Petri eine gute Stimmung. „Es ist etwas Besonderes, durch die Arbeit das historische Stadtbild zu erhalten“, sagt Maurer Marco Quandt.

Von Christoph Brandt

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