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Lübeck Steinzeitmusik auf dem Domhof
Lokales Lübeck Steinzeitmusik auf dem Domhof
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20:13 19.06.2017
Musik mal anders: Der Museumspädagoge Dr. Jean-Loup Ringot (r. ) baut für Edda (2. v. r. ) eine Panflöte. Quelle: Fotos: Ulf–kersten Neelsen

Mit einer groben Feile bearbeitet Mathilda Rillen einen kleinen Speckstein. Konzentriert feilt die Sechsjährige an ihrem Werkstück. Ihr gegenüber sitzt Bruder Max (8) und hat ein braunes Stück Speckstein in der Hand. Die beiden kleinen Handwerker beschäftigen sich schon eine ganze Weile am Tisch von Bildhauerin Corinna Franz, die gerade einen Handschmeichler aus Stein schleift. Mit ihrem Stand ist Franz ein Teil des Öko- und Vielfaltsmarkts im Dominnenhof. Der gehört zu den Aktionstagen „Artenvielfalt erleben“, die von Freitag bis Sonntag stattfanden.

Fast 1400 Gäste schlenderten am Sonntag über den Öko- und Vielfaltsmarkt der Aktionstage Artenvielfalt.

Zum dritten Mal präsentierten sich rund 25 Stände interkultureller Akteure, Initiativen, Vereine, Künstler und Gastronomen. Sie alle brachten die rund 1400 Besucher, die die Aktionstage besuchten, auf Tuchfühlung mit den Naturschätzen der Hansestadt und der Umgebung. Als Aussteller dabei waren unter anderem die Steuergruppe Fairtrade-Stadt Lübeck, Greenpeace, die Vereine Hanse- Obst und Landwege, der Grüne Kreis Lübeck oder der Naturschutzbund Schleswig-Holstein (Nabu). Auch der städtische Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz war vertreten und informierte über die Kampagne Stadtradeln, das Kulturlandschaftsprojekt Regiobranding und die Initiative „Essbare Stadt Lübeck“. Schon am Freitag und Sonnabend fanden während der Aktionstage Artenvielfalt zahlreiche Entdeckungstouren und Veranstaltungen statt. Die seien ein voller Erfolg gewesen, sagt Mit-Organisatorin Dr. Susanne Füting vom Museum für Natur und Umwelt. Sie freut sich schon auf die Wiederholung im kommenden Jahr.

Bildhauerin Corinna Franz, die in Bliestorf ein Atelier betreibt, war das erste Mal beim Öko- und Vielfaltmarkt. In einer schattigen Ecke des Domhofs zeigte sie den Besuchern, wie man Stein bearbeitet. „Es ist ein toller Platz, und wir sind die Ecke der Entspannung“, schwärmte sie. Wer sich bei ihr niederließ, brauchte ein bisschen Geduld. „Es dauert so seine Zeit.“ Für Mathilda war das kein Problem. „Ich wollte eigentlich einen Wal machen, aber nun wird es eher ein Fantasiegebilde“, sagte sie.

Auch Edda ist Feuer und Flamme. Die Neunjährige war beim Stand von Dr. Jean-Loup Ringot hängengeblieben und trommelte selbstvergessen auf großen Steinen herum. Steinzeitmusik nennt der Museumspädagoge Ringot dies. Er entführte die Besucher in die Zeit vor 5000 Jahren und zeigte nicht nur, wie in grauer Vorzeit Getreide gemahlen wurde. Er bastelte mit den Kindern Schmuck oder baute Panflöten aus japanischen Knöterich. „Es macht einfach Spaß“, sagt Edda.

Majka Gerke

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