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Lübeck Sternwarte: Standort sicher, Finanzierung noch nicht
Lokales Lübeck Sternwarte: Standort sicher, Finanzierung noch nicht
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19:22 17.01.2017
Anfang Januar wurde die Kuppel des Observatoriums von der Johannes-Kepler-Schule abmontiert, jetzt sucht sie ein neues Zuhause. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Lübeck

Bereits im November 2016 war die Schule Grönauer Baum im Reetweg als favorisierter neuer Standort im Gespräch gewesen. Jetzt konkretisiert sich der Plan. Die Idee ist, dass der Musiksaal im ersten Stock des Gebäudes vom Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck ebenfalls für seine Veranstaltungen genutzt werden kann. Immerhin finden rund 100 Leute darin Platz. Die Kuppel der Sternwarte soll dann ebenfalls auf das Gebäude gesetzt werden – sofern die Statik das hergibt. Und da die Stadt ohnehin eine zweite Fluchttreppe an der Seite des Gebäudes bauen muss, könnte diese einfach bis auf das Dach verlängert werden.

Uneinigkeit herrscht allerdings in Sachen Finanzierung: Dennis Bunk, Chef des vom Bereich Gebäudemanagement, sagte am Montag im Bauausschuss, dass etwa Mitte Februar erste Zahlen zu den Kosten vorliegen würden. „Die Stadt leistet im Moment Hilfestellung“, machte Bunk klar. Der Verein müsse sich allerdings selbst um Fördergelder bemühen. Zudem müssten etliche rechtliche Fragen geklärt werden: Wer ist der Bauherr? Wer ist nachher für was verantwortlich?

Für den Vereinsvorsitzenden Oliver Paulien ist insbesondere die Aussage, der Verein müsse sich um Fördergelder bemühen, neu: „Nach meinem Kenntnisstand ist gerade das nicht unsere Aufgabe.“ Man plane einen Pachtvertrag abzuschließen und für die Nebenkosten aufzukommen, genau wie es zuvor in der Johannes-Kepler-Schule gewesen sei. „Wir wollen die Sternwarte betreiben, können als ehrenamtlicher Verein aber nicht für die Finanzierung des Umbaus aufkommen.“ Dennoch: „Es ist schön, dass bereits über ein ,Wie‘ des Umzugs gesprochen wird“, sagt Vereinssprecher Dr. Ulrich Bayer. Sollte es klappen, werde zur Eröffnung gewiss ein Fest astronomischen Ausmaßes gefeiert.

lj

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