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Lübeck Stiftung gibt Lübeck eine Million
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11:29 19.06.2017
Über 800 Gäste waren beim Festakt dabei. Zwischen Fest- und Dankesreden gab es auch musikalische und künstlerische Beiträge vom Knabenchor der Lübecker Knabenkantorei sowie der Poetry Slammerin Charlyn Evert. Quelle: Malzahn
Innenstadt

Es war das große Finale zu Ehren einer langen Geschichte. Mit einem Festakt in der Musik- und Kongresshalle wurden gestern die mehrwöchigen Feierlichkeiten zum 200-jährigen Geburtstag der Sparkasse zu Lübeck beendet. Das größte Geschenk machte dabei gewissermaßen der Gastgeber selbst: Die Gemeinnützige Sparkassenstiftung spendet zum Jubiläumsjahr eine Million Euro für 13 gemeinnützige Projekte in Lübeck.

Zum Ende des über sieben Wochen andauernden Jubiläumszeitraums lud die Sparkasse zu Lübeck gestern zum großen Festakt in die Musik- und Kongresshalle.

Bevor Titus Jochen Heldt, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, das Geschenk verkündete, wurden im Foyer aber erstmal reichlich Hände geschüttelt. Mehr als 800 geladene Gäste aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Sport begrüßten der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Wolfgang Pötschke, der Vorstandsvorsitzende Frank Schumacher und seine Vorstandskollegen Oke Heuer und Oliver Saggau. Unter den Gratulanten war auch der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Georg Fahrenschon, der später die offizielle Festrede hielt.

Dabei betonte Fahrenschon – auch mit Bezug auf den Tod des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl –, dass Internationalität und Verantwortung über Landesgrenzen hinaus besonders wichtig seien. Gleichzeitig sagte er, dass gerade heute für kleine Banken andere Regeln als für internationale und große Banken benötigt würden. „Wir brauchen ein Verständnis der Politik, dass Sparkassen ihr Kapital selbst erarbeiten und deshalb in Zeiten niedrigster Zinsen zusammenhalten müssen.“

Nur so könnten die Sparkassen erfolgreich sein und die regionale Wirtschaft unterstützen, was am Ende der gesamten Region zugute komme. So wie es eben auch in Lübeck ist: „Die Sparkasse ist von Beginn an eng mit Lübeck verbunden“, meinte Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk AG, der ebenfalls unter den Gästen war. „Und was sie gewinnt, fließt in die Entwicklung der Stadt zurück.“

Auch Prof. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Uniklinikums Schleswig-Holstein, lobte die Sparkasse zu Lübeck als besonders verlässlichen Partner, ja regelrecht als einen „Fels in der Brandung“.

Wobei felsenfeste Bewegungslosigkeit aber nicht das Erfolgsrezept der Sparkasse zu Lübeck ist. Nach Titus Jochen Heldt ist vielmehr „in Bewegung zu bleiben, das erste Geheimnis der Langlebigkeit“. In seiner Rede verkündete Heldt dann das Volumen des großen Geschenks an die Hansestadt: insgesamt eine Million Euro für 13 gemeinnützige Projekte.

Dazu gehört das Projekt „Weichenstellung“, ein Vorhaben in Kooperation mit der Musikhochschule zur Förderung benachteiligter Jugendlicher; außerdem der Ausbau eines Wanderwegs im Schellbruch; ein Projekt mit dem Ringstedtenhof für nachhaltige Ernährung und das in Kooperation mit den Lübecker Nachrichten schon durchgeführte Projekt „200000 für Zehn“, bei dem die Lübecker abstimmen konnten, welche zehn Projekte Fördermittel bekommen sollten. Mit dieser Nachricht beendete Heldt den Festakt. Ein positives Ende von 200 Jahren Sparkassengeschichte – und ein guter Anfang für die nächsten 200 Jahre.

 Luisa Jacobsen

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