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Lübeck Strandbahnhof-Investor hofft auf Einlenken der Verwaltung
Lokales Lübeck Strandbahnhof-Investor hofft auf Einlenken der Verwaltung
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17:15 19.03.2016
Hier möchte der Investor Parkplätze schaffen. Die Anwohner fürchten Lärm und Abgase. Quelle: Hollinde

Still ruht der Strandbahnhof — jedenfalls im Außenbereich, seit der Investor nach einer Anwohner-Beschwerde von der Naturschutzbehörde dabei gestoppt wurde, den Wildwuchs auf dem seit Langem verwaisten Bahngleis drei und vier roden zu wollen. Mit Unverständnis reagierten jetzt die Mitglieder des Umweltausschusses auf das Einschreiten der Verwaltung. Sie stellten sich deutlich hinter den neuen Investor.

„Das Anliegen eines einzelnen Anwohners sollte nicht zu hoch gehängt werden“, sagte Rolf Müller von der FDP bei der letzten Ausschuss-Sitzung. Sogar die Grünen sprangen Eigentümer Ralph Kaerger-Thofern bei. Stephanie Göhler: „Eigentlich sollte man glücklich sein, dass der Interessent an Ort und Stelle etwas unternimmt.“ Stattdessen werde „so ein Geschrei gemacht“. SPD-Frau Kerstin Metzner irritiert der verhängte Baustopp, nur weil „eine verwilderte Fläche wieder hergerichtet wird“.

Innensenator Bernd Möller (Grüne) verteidigte dagegen die Maßnahme. Bloß innerhalb von sechs Metern um die Gebäude herum, und vier weitere Bäume dürfen gefällt werden, so seine Stellungnahme. Der verhängte Baustopp sei zudem darin begründet, dass auf dem verwilderten Bahnsteig rund 140 Parkplätze geplant seien. Laut dem, was der Investor plane, seien aber 40 bis 45 Stellplätze ausreichend.

Möller: „Entsprechende Gespräche laufen.“

Gegenüber den LN sagte Kaerger-Thofern gestern: „Zusammen mit dem Bauamt ermitteln wir momentan den Bedarf an Parkraum gemäß des früheren Nutzungskonzeptes des Gebäudes und versuchen hier eine Kompromisslösung zu erzielen.“ Danach könnten dann mittels einer Sondergenehmigung Fahrgasse und Pkw-Stellplätze auf dem stillgelegten Bahnsteig angelegt werden, zeigt er sich optimistisch. Dass Anwohner der Fehlingstraße, die sich in einer Interessengemeinschaft zusammengefunden haben, mit dem Klageweg drohen, sei bedauerlich, müsse aber hingenommen werden.

Unterdessen hat der Travemünder Ortsrat erneut bekräftigt, den neuen Investor tatkräftig unterstützen zu wollen. „Wir sehen hier eine große Chance, dass der Strandbahnhof wieder in neuem alten Glanz erstrahlt“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.  pah/mho

LN

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