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Lübeck Streit um Reduzierung der Videofahrzeuge
Lokales Lübeck Streit um Reduzierung der Videofahrzeuge
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17:43 13.04.2017
Jörn Löwenstrom ist Vorsitzender der Regionalgruppe Lübeck und Ostholstein. Quelle: Foto: Lutz Roessler

Die Gewerkschaft der Polizei und die Deutsche Polizeigewerkschaft sind in Sorge um die Überwachung von Lübecks Autobahnen und Bundesstraßen. Denn im Landespolizeiamt denkt man nach Informationen der Gewerkschaften derzeit über eine Reduzierung und Zentralisierung der Videofahrzeuge nach.

Aus Sicht von Jörn Löwenstrom, Vorsitzender der Regionalgruppe Lübeck und Ostholstein, wäre das auch für den Raum Lübeck – insbesondere für den nördlichen Bereich – nachteilig. „Aus landesweit 18 Wagen sollen künftig zwölf werden“, berichtet Löwenstrom. „Diese zwölf Fahrzeuge sollen dann nur noch in Bad Oldesloe und in Neumünster stationiert sein“, erklärt der Vorsitzende weiter.

Vom Polizeiautobahnrevier Scharbeutz würden somit gar keine Videofahrzeuge mehr starten und die Überführung von Rasern und Dränglern werde im Norden der Region besonders erschwert. „Auch deswegen, weil nach den Plänen der Überwachungsschwerpunkt auf die Bundesautobahnen gelegt wird“, ergänzt Gerhard Kath, stellvertretender Kreisvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Die Bundesstraßen – wie zum Beispiel die B 75 zwischen Lübeck und Travemünde – würden dann sozusagen nur noch nachrangig überwacht werden.

Beim Landespolizeiamt äußerte man sich bisher noch nicht zu den genauen Plänen. Sprecher Jürgen Börner sagt nur: „Die Landespolizei betrachtet zurzeit in einem internen Planungs- und Prüfungsprozess, der noch nicht abgeschlossen ist, eine ausgewogene Schwerpunktsetzung in allen Bereichen der spezialisierten Verkehrsüberwachung.“ Dies umfasse auch den Einsatz der Videowagen. „Hier ist noch keine Entscheidung gefallen“, betont Börner. Unabhängig vom Ausgang der Entscheidung werde es aber keine Schwächung der Verkehrssicherheitsarbeit der Landespolizei geben.

 lj

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