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Lübeck Strickaktion gegen Gewalt ist großer Erfolg
Lokales Lübeck Strickaktion gegen Gewalt ist großer Erfolg
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20:48 09.05.2018
Sie setzen sich tatkräftig für die Kampagne „Stri(c)kt gegen Gewalt“ ein. Quelle: Foto: Josephine Andreoli
Lübeck

Die Hemmschwelle, sich bei sexueller Gewalt und Belästigung beim Frauennotruf zu melden, ist hoch. „Viele Frauen wissen nicht, wie sie sich in ihrer Situation verhalten sollen“, sagt Catharina Strutz-Hauch vom Frauennotruf. „Stricken hingegen ist harmlos, es hilft, Berührungsängste abzubauen und das macht diese Mitmachaktion so wertvoll. Das Projekt hat eingeschlagen, wie eine Bombe.“

Organisiert wird die Kampagne vom Frauennotruf Lübeck in Kooperation mit den Lübecker Frauen- und Sozialverbänden. Mit dem Aufruf, durch das Anfertigen eines 20 mal 20 Zentimeter großen Quadrates durch Stricken oder Häkeln ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen, hat der Frauennotruf in Lübeck ein viel unterstütztes Projekt ins Rollen gebracht. Im gleichen Zuge sollen Frauen und Mädchen über Schutz und Hilfen in Lübeck informiert und für Gewalt sensibilisiert werden. „Mittlerweile wurden mehr als 1800 Quadrate aus gespendeten Wollresten gefertigt“, freut sich Catharina Strutz-Hauch.

„Zwar spricht die Strick-Kampagne hauptsächlich ältere Frauen an, aber auch Jüngere engagieren sich tatkräftig.“ So zum Beispiel Schüler der Dorothea-Schlözer-Schule, die durch das Engagement der Lehrerin Anette Gangloff ihre unterrichtsfreie Zeit zum Stricken nutzten. „Trotz der Klausurenphase und der Tatsache, dass einige der Schüler nicht stricken konnten, wollten alle helfen“, sagt Gangloff und klingt ein bisschen stolz.

Unter dem Motto „ . . . an die Nadeln – fertig – los!“ haben sich bereits beim dritten Strickcafé im Frauennotruf knapp 40 Frauen zum Reden, Kuchen essen und Stricken zusammengefunden.

„Wir haben dieses Strickcafé alle zwei Monate“, sagt Strutz-Hauch. „Und es wird immer voller.“

Im November sollen dann alle gestrickten Quadrate zusammengefügt werden, um die Sachen im Anschluss für den guten Zweck zu verkaufen. „Aber bis dahin ist noch viel Zeit“, sagt Organisatorin Catharina Strutz-Hauch. „Ich bin gespannt, was wir noch zusammenbekommen.“ Das nächste Strickcafé des Frauennotrufs findet am Montag, 2. Juli, von 14 Uhr bis 16 Uhr im Frauennotruf, Musterbahn 3, statt.

joe

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