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Lübeck Studie: Lübecker standen 21 Stunden im Stau
Lokales Lübeck Studie: Lübecker standen 21 Stunden im Stau
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06:49 07.02.2018
Besonders vor der Possehlbrücke staute sich der Verkehr im vergangenen Jahr. Ursache ist die Dauerbaustelle für den Neubau. Quelle: Foto: Roessler
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Lübeck/Hamburg/Kiel

Laut „Inrix“ liegt Lübeck auf Platz 404 (Vorjahr 408) von weltweit 1360 Städten – also im staureichsten Drittel. Unter 748 europäischen Städten belegt die Hansestadt Platz 243, unter 73 deutschen Städten ist Platz 30 ermittelt worden. Die Lübecker haben im vergangenen Jahr neun Prozent der gesamten Fahrzeit im Stau verbracht – zu Stoßzeiten 21 Stunden im Jahr. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 30 Stunden Stau im Jahr, womit Lübeck noch unter dem Durchschnitt wäre.

Im Vergleich mit der Metropole Hamburg schneidet Lübeck gut ab: Weltweit ist die große Hansestadt auf Platz 66, europaweit auf Platz 26 und bundesweit auf Platz zwei hinter München. Die Hamburger verbrachten 2017 insgesamt 14 Prozent der Fahrzeit im Stau, übers Jahr gesehen zu Stoßzeiten 44 Stunden. Deutlich weniger im Stau stehen die Kieler: Sie liegen weltweit auf Platz 535, europaweit auf Platz 298 und bundesweit auf dem 36. Platz. Sie stehen laut „Inrix“ nur sechs Prozent ihrer Fahrzeit im Stau, zu Stoßzeiten 18 Stunden im Jahr.

Für Nils Weiland von der Lübecker Verkehrsplanung ist das Ergebnis nicht erstaunlich: „Durch die Autobahn-Umleitungen und die Possehlbrücke sah es 2017 bei uns natürlich schlechter aus als im Vorjahr.“

Lübeck betreibe eine langfristige Verkehrsplanung, die auch Alternativen zum Pkw-Individualverkehr einbeziehe. Weiland erinnert daran, dass mehr als die Hälfte der Wege unter fünf Kilometer lang seien und gut mit dem Fahrrad bewältigt werden könnten. Er setzt auf den Verkehrsentwicklungsplan, der – so hofft er – 2021 vorliegen könnte.

 sr

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