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Lübeck Sturm richtet in Lübeck schwere Schäden an
Lokales Lübeck Sturm richtet in Lübeck schwere Schäden an
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22:26 28.10.2013
Der Bahnhofsvorplatz wurden wegen herabstürzender Ziegel gesperrt. Quelle: Fotos: Kröger (3), Dietrich, Braun

Zu weit mehr als 100 Sturm-Einsätzen musste die Feuerwehr mit 180 Helfern gestern in Lübeck ausrücken. Die Retter schickten alle verfügbaren Kräfte zum Bergen und Räumen an die Unglücksorte. „16 von 22 Wehren waren alarmiert, die restlichen sechs müssen sich für den Brandschutz bereithalten“, sagte Feuerwehr-Chef Oliver Bäth. Der schlimmste Vorfall ereignete sich am Neuhof (St. Lorenz Nord).

Dort stürzte ein Baum auf mehrere parkende Fahrzeuge. Dabei wurde eine Frau, die gerade in ihr Auto einsteigen wollte, lebensgefährlich verletzt. „Sie musste ins Krankenhaus gebracht werden“, sagte Oliver Bäth. Ihr Zustand war gestern Abend kritisch. „Weitere Personen wurden nicht verletzt“, sagte Bäth. Die Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Der Baum soll heute beseitigt werden.

Am St.-Jürgen-Ring fiel eine große Tanne auf die Fahrbahn. Im Mönkhofer Weg kippte ein Baum auf ein Taxi. Ein Vater wurde mit seinen Kindern von zwei umgestürzten Bäumen im Auto eingeschlossen. Zum genauen Ort konnten Polizei und Feuerwehr bis gestern Abend keine Angaben machen. An der Siemser Landstraße wurde die Bahn-Oberleitung durch einen umstürzenden Baum beschädigt.

Am Bahnhofsvorplatz blies der Sturm Ziegel von den Dächern. Der Bereich wurde gesperrt. Der Busverkehr wurde über den Lindenteller umgeleitet. Dadurch kam es zu Verspätungen im gesamten Liniennetz.

Der Betrieb der Priwallfähre wurde zeitweise eingestellt. Ein sicheres Anlegen der Fähren konnte nicht gewährleistet werden. Retter konnten deshalb nicht auf die Halbinsel gelangen. „Zwölf Einsatzkräfte der Feuerwehr haben versucht, über Dassow auf den Priwall zu kommen. Doch auch dort blockierten umgestürzte Bäume die Straße“, sagte Bäth. Sie mussten zunächst zersägt und von der Straße geschafft werden, ehe die Feuerwehr weiterfahren konnte.

Wegen des Sturms haben die Marktbeschicker auf dem Wochenmarkt in der Lübecker Innenstadt ihre Stände bereits am frühen Nachmittag abgebaut. Um 15 Uhr stellten die letzten Händler den Verkauf ein.

„Es ist einfach zu gefährlich“, sagte Kirsten Langer von Geflügel Bössow. „Bei uns sind die Eier durch den Wagen geflogen und an die Fensterscheibe geklatscht. Alles hat gewackelt.“

Auch die Öffnungsklappen seien nicht mehr zu halten gewesen. „Wir haben zu dritt versucht, sie nach unten zu ziehen, haben es aber nicht geschafft“, sagte Karen Kater vom Christian Bock Imbissbetrieb. Planen, Blumentöpfe, Stangen und jede Menge Kisten seien über den Markt geflogen. „Ich musste schon einigen Sachen hinterherlaufen“, sagte Detlef Schulz von der Landfleischerei Hoop.

„Deshalb mache ich jetzt lieber früher Feierabend, bevor noch etwas kaputtgeht.“ Die Kunden hätten dafür Verständnis gezeigt. Kater: „Einige haben sogar mitgeholfen, unsere Sachen festzuhalten.“

Melina Ulbrich und Janina Dietrich

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