Wie kann ich meinen Laufstil optimieren und Verletzungen vorbeugen? Fragen, die sich wohl jeder Jogger oder ambitionierte Marathonläufer schon gestellt hat. Antworten dazu lieferten Dr. Arndt Peter Schulz und Steffen Herzmann vom Sportdiagnostikzentrum am Universitätsklinikum (UKSH) im Rahmen ihres Vortrags der Reihe „Sportmedizin und Doping“ an der Uni.

Der Teufel steckt meist im Detail. „Viele Sportler haben Fehler in ihrem Bewegungsablauf oder vernachlässigen das Körpertraining zur Stärkung der Rumpfmuskulatur“, erklärt Steffen Herzmann. „Sie setzen den Fuß nicht richtig auf, sacken beim Laufen ein oder der Winkel ihres Kniehubs stimmt nicht.“ Früher oder später würden sich Probleme in den Gelenken einstellen und die Leistungsfähigkeit abnehmen. „Das betrifft nicht nur Freizeitsportler“, ergänzt Schulz. „Auch Leistungssportler sind davon betroffen.“

Mit Hilfe einer individuellen Bewegungsanalyse lassen sich diese Defizite erkennen und ausgleichen. Mitarbeiter der Sportdiagnostik am UKSH nehmen den Körper genau unter die Lupe. Auf einem Laufband wird das Laufverhalten des Sportlers mit High-End-Kameras festgehalten. So lassen sich Fehler und kleinste Unsauberkeiten feststellen.

Neben der Prävention dient die Analyse dazu, den Laufstil ökonomischer zu gestalten und so die eigene Leistung zu steigern. 90 Euro kostet eine komplette Laufanalyse. Neben Läufern können sich auch Radfahrer in der Sportdiagnostik einer Analyse unterziehen, bei der unter anderem die richtige Einstellung ihres Bikes gefunden wird.

Mit 50 Besuchern war das Interesse im Hörsaal V1 der Uni groß. „Unsere offene Vortragsreihe mit Experten in Kooperation mit dem Wissenschaftsmanagement der Hansestadt stößt bei Studenten und Nichtstudenten auf großes Interesse“, freuten sich die Initiatoren Dr. Wolfgang Jelkmann und Dr. Iris Klaßen.

Die nächste Veranstaltung der Reihe findet am 11. September um 19 Uhr im Hörsaal V1, Gebäude 61, statt. Dann spricht ein ehemaliger Doper über Wege in einen sauberen Sport.

hp