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Lübeck Süßes für die Botschafter
Lokales Lübeck Süßes für die Botschafter
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21:27 21.12.2017
Fast geschafft: Mit Zahnstochern legen die Teilnehmer letzte Hand an ihre Holstentore aus Marzipan. Dabei sind Tobias Stahl (v. l.), Inis Ober, Konditorin Barbara Witt, Wibke Borns und Ann-Mailin Behm voll konzentriert. Quelle: Foto: Lutz Roessler

Klar, alle haben sie in ihrer Kindheit schon einmal mit Salzteig, Knete oder mit Ton modelliert, aber mit Marzipan? Das ist schon ein ganz anderer Stoff. Die drei Botschafter, die den Termin am Mittwoch wahrnehmen konnten, haben sich schon eigene Gedanken gemacht. Erzieherin Inis Ober, die im Januar 30 wurde, möchte das Holstentor oder einen Hasen modellieren, „auch wenn gerade nicht die richtige Jahreszeit für Hasen ist“. IT-Produktmanager Tobias Stahl, seit März 30, würde einen Wolf formen, und Historikerin Ann-Mailin Behm, die im Juli Geburtstag feierte, könnte sich das Stadtsiegel als Marzipan-Kunstobjekt vorstellen.

Zwölf Welterbe-Botschafter, die in diesem Jahr 30 geworden sind, haben die LN in den vergangenen Monaten vorgestellt. Zum Abschluss des Welterbe-Jahres lud das Lübeck und Travemünde Marketing (LTM) alle zum Marzipan-Modellieren ein – selbstverständlich zu Niederegger.

Doch nach der Einstimmung bei einem Stück Niederegger-Nusstorte einigt man sich aufs Holstentor. Konditorin Barbara Witt (33), die im Hause Niederegger Modellierkurse leitet, zeigt, wie’s geht – obwohl sie einräumt: „Ich mache das Holstentor auch erst zum zweiten Mal.“ Geschickt teilt sie den Marzipan-Klumpen in zwei ungleich große Hälften. „Aus dem größeren Stück machen wir jetzt zwei Kugeln“, gibt Witt vor. Das ist noch einfach, doch als es darum geht, aus den Kugeln einigermaßen gleich große Türme zu rollen, gibt es erste kleine Probleme. „Oh, meiner ist so dünn“, sagt Inis Ober und drückt an ihrem Turm herum.

Tobias Stahl zieht seinen Gürtel aus der Hose, legt ihn neben das Modellierbrettchen – eine Vorlage, denn die Schnalle ziert das Holstentor. Die Dächer für die Türme, die zwischen beiden Daumenballen unten breit und oben spitz geformt werden, bereiten noch mehr Probleme. Meist werden sie zu spitz. Doch dann kommt die echte Herausforderung: Der Mittelteil zwischen den Türmen will samt Durchgang geformt werden. „Gibt’s davon vielleicht ein Youtube-Video?“, fragt Ann-Mailin Behm, und alles lacht. Überhaupt ist die Stimmung locker und entspannt. Es scheint, als würden 30-Jährige und etwas Ältere wie Wibke Borns (36) von der LTM, die beim Kursus mitmacht, wieder zu Kindern.

Die Hände der Marzipan-Modellierer glänzen fettig. „Ja, man bekommt ganz weiche Hände davon“, weiß Barbara Witt, das liege an dem Mandelöl. Und noch eines: „Marzipan ist ein Heilmittel gegen Liebeskummer.“ Das glauben die Teilnehmer nur zu gern, doch erst einmal konzentrieren sie sich auf die Fertigstellung ihrer Kunstwerke, die sie nicht verzehren, sondern aufbewahren werden.

Nach einer Dreiviertelstunde sind die Lübecker Wahrzeichen fertig. „Das war schwieriger als gedacht“, sagt Tobias Stahl. Doch weil noch Marzipan übrig ist, beginnt Barbara Witt mit dem Modellieren einer Schnecke. Übermütig formt jeder sein eigenes Kriechtier, schließlich gibt’s noch ein Foto vom Schneckenrennen und einen Meisterbrief von Barbara Witt. Und schon ist die kleine Auszeit im weihnachtlichen Trubel vorbei.

Das Jubiläumsjahr

„Plötzlich 30“ heißt die Kampagne, mit der die LTM den 30. Geburtstag des Unesco-Welterbe-Status der Lübecker Altstadt das ganze Jahr über feiert. Für im Jahr 1987 Geborene gibt es freien Eintritt in die Museen, für alle gibt es besondere Stadtführungen und Erkundungstouren.

Gemeinsam mit den LN wurden zwölf Welterbe-Botschafter gesucht und mit ihrer Sicht aufs Welterbe vorgestellt.

Sabine Risch

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