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Lübeck TTIP: Greenpeace kämpft für Transparenz
Lokales Lübeck TTIP: Greenpeace kämpft für Transparenz
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23:39 13.05.2016
Michael Aloe (60) diskutiert mit Josef Berghold (63) von Greenpeace das Abkommen. Quelle: Christoph Brandt
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Innenstadt

Im Minutentakt bleiben die Lübecker bei einem Infostand in der Breiten Straße stehen, um mehr über das geplante Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union zu erfahren. Auf dem Tisch in der Fußgängerzone liegt ein 250-seitiges Dokument mit Verhandlungsdetails, die Greenpeace Niederlande über die Internetplattform „TTIP leaks“ kürzlich veröffentlichte. Das Schriftstück soll das Motto der Aktivisten „Demokratie braucht Transparenz“ auf die Straße bringen.

„Das Freihandelsabkommen geht uns alle an“, sagt Greenpeace-Aktivistin Ingrid Boitin (63). Die Absenkung der Sozial- und Umweltstandards sei nur ein Problem, das im Zuge aufgehobener Handelsbeschränkungen aufkommen würde. Seit knapp drei Jahren handeln die USA und die Union die Bedingungen des völkerrechtlichen Vertrages aus. Der undurchsichtige Verhandlungsprozess sorgt nach wie vor für Aufregung in der Bevölkerung. „Erst durch das Verhandeln im Dunkeln wurde TTIP ein großes Thema“, sagt Greenpeace-Aktivist Frank Sewert (46).

Größerer Protest gegen das geplante Freihandelsabkommen regte sich zuletzt am 23. April in Hannover, als Zehntausende gegen TTIP und das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) demonstrierten. „Es gibt keine Transparenz und so keine Chance, eine Diskussion zu führen“, bemängelt Michael Aloe. Eine inhaltliche Meinung vertritt der 60-jährige Lübecker dennoch: „Die Umsetzung von TTIP würde Chaos bedeuten.“

 cb

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