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Lübeck Tatort Blitzkritik: Ermittler im „Kinderland“
Lokales Lübeck Tatort Blitzkritik: Ermittler im „Kinderland“
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23:03 08.04.2012
Lübeck

Von mir aus können die Fernseh-Kommissare ohne Schutzkleidung über den Tatort latschen, so viel sie wollen. Sie können meinetwegen spontan ihrer Eingebung folgen und einfach mal so von Köln nach Leipzig fahren. Aber professionelle Arbeit erwarte ich auch im Fernsehen. Wie blöd muss man sein, um das Alibi eines Verdächtigen zu überprüfen, indem man in seiner Gegenwart seine Ehefrau fragt: „Stimmt das?“

Ich empfehle zur Lektüre: http://www.zeit.de/2012/13/Krimi-Tatort, eine Abrechnung der Polizei- und Gerichtsreporterin Sabine Rückert mit dem „Tatort“. Ihr Fazit: Polizisten, die so ermitteln würden wie ihre Kollegen im Ersten, wären für ihren Beruf ungeeignet.

Was sie meinte, war auch heute Abend wieder zu sehen: Wenn ihr Blut in Wallung gerät, scheren sich die Kommissare nicht weiter um Recht und Gesetz. Sie setzen ein Verhör fort, obwohl der Verdächtige laut und deutlich verlangt hat, seinen Anwalt zu sprechen. Macht ja nichts, ist schließlich ein Perverser – so geht wohl die Logik der Ermittler. Sie drohen Zeugen damit, sie „aufs Präsidium“ zu laden, obwohl kein Zeuge verpflichtet ist, mit ihnen auch nur zu reden, egal wo.

Besonders spannend war es wieder mal nicht. Mit dem Straßenkinder-Kümmerer Tremmel stimmte von vornherein so viel nicht, dass es aus „Tatort“-Zuschauerperspektive ziemlich nahe lag, in ihm den Täter zu vermuten, und der Mitschnacker Olaf war so offensichtlich schmierig und unsympathisch, dass er als Täter gleich ausschied.

Die Fortsetzung der LN Online Tatort Blitzkritik zum zweiten Teil lesen Sie am Montag

LN

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