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Lübeck Tatort-Blitzkritik: Schrullige Krimi-Erfrischung
Lokales Lübeck Tatort-Blitzkritik: Schrullige Krimi-Erfrischung
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08:25 30.05.2011
Lübeck

„I krieg euch an den Eiern, alle zwei“, schnauzt sie zwei Verdächtige an. „I bin sowas von og’fressn auf di“, staucht sie ihren sonderbaren Luden-Freund zusammen, der den köstlichsten Namen der Tatort-Geschichte führt : „Inkasso-Heinzi“.

Mal macht Bibi sich selbst verdächtig, mal rettet sie ihrem Chef den Kopf, der diesmal mehr an seine schlechten Blut- und Leberwerte denkt als an den Fall. Die Figuren in diesem Krimi sind toll entwickelt, die Story spannend erzählt – auch wenn der Fall selbst ein paar Pirouetten zu viel dreht und am Ende diverse Fragen offen lässt, vor allem um die geheimnisvolle Kollegin aus Bulgarien.

Dafür wird der Zuschauer durch herrliche Dialoge zwischen Eisner und seinem amtsmüden Chef entschädigt, die beide auf der hässlichen Dachterrasse eines maroden Polizeipräsidiums führen, mit steilem Blick auf ein hässlich-graues Wien. Nebenbei: Eisners Tochter nervt diesmal nicht so viel wie sonst.

Es sind so viele kleine Feinheiten, die „Ausgelöscht“ zu einer Fernseherfrischung machen: Eine junge Kollegin macht dem streng nach Diät gesetzten Eisner den Hof, der aber, bevor er sich geschmeichelt fühlen kann, von seiner Assistentin abgekanzelt wird: „… und das, wo du grad erst ein Viertel Kilo abgenommen hast.“ Der rächt sich an ihr, in dem er sie mit ihrem von „Inkasso-Heinzi“ verwendeten Kosenamen bedenkt: „Bibipuppi.“ Mit diesem Duo werden wir noch viel Spaß haben.

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Lars Fetköter

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