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Lübeck Tatortblitzkritik: Biete Handwerk, suche Spannung
Lokales Lübeck Tatortblitzkritik: Biete Handwerk, suche Spannung
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09:16 02.01.2013
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Blau die Spielhölle am Anfang, kalt die Atmosphäre im Haus des ermordeten Juniorchefs, der stahlgraue Anzug von Ermittler Freddy Schenk (Dietmar Bähr) hebt sich vom schwarz-weiß gehaltenen Umfeld der verdächtigen ukrainischen Putzfrau nur dadurch ab, dass er edel wirkt.

Der Titelsong (von Echopreisträger Martin Tingvall) könnte ebenso gut einen James-Bond-Streifen schmücken, die Bildschnitte sind dynamisch, extrem. Herzog spielt mit Tiefenschärfe und Formaten. Und: Staatsanwalt Wolfgang von Prinz (Christian Tasche), sonst schroffer, unnahbarer Chef, wird durch die Verbindung zu seiner ebenfalls verdächtigen Freundin angreifbar, menschlich. Kurz - ein gut gemachter Streifen, dem es nur an einem fehlt: an Spannung. Den - oft witzigen, sogar tiefen - Dialogen fehlt es an Tempo, die Handlung schreitet nur zäh voran. Der Tatort aus Köln reißt diesmal nicht mit, sondern schläfert ein.

Eine vergebene Chance, denn das Thema "Scheinwelten" durchzieht die verschiedenen Handlungsebenen. Wer ist wer, wer wirkt wie, wer bricht wann aus seiner scheinbar vorgegebenen Welt aus? Schuldig ist am Ende der, der sein Leben endlich geordnet zu haben schien. Übrig bleiben lauter Einzelpersonen, unterwegs auf ihren Irrwegen. Nichtmal eine Abschiedscurrywurst an der Bude mit Blick auf den Kölner Dom gibt's am Ende für Ballauf (Klaus J. Behrend) und Schenk. Schade.

LN

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