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Lübeck Tatortblitzkritik: „Machtlos“ - Zermürbend
Lokales Lübeck Tatortblitzkritik: „Machtlos“ - Zermürbend
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11:56 07.01.2013
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Unzählige ratlose Blicke dominieren diesen Fall, tiefe Traurigkeit und Endlosschleifen des immer gleichen Gesprächs. Und immer wieder die Bilder aus dem Verhörzimmer.

Ritter und Stark wollen den Eltern des entführten Benjamin in der Luxusvilla beistehen – und man fragt sich lange Zeit, ob und wann noch so etwas wie Tempo in den Fall kommt. Dann endlich meldet sich der Entführer mit einer Geldforderung. Edgar Selge verteilt als moderner Robin Hood die 500 000 Euro Lösegeld an Passanten auf dem Alexanderplatz, ruft selbst die Polizei herbei – und dann schweigt er eisern und will erst wieder reden, wenn er 10 Millionen Euro und freies Geleit bekommt.

Die Kommissare beißen sich die Zähne an ihm aus und stellen die immer gleichen Fragen. Niemand kann Uwe Braun dazu bewegen, das Versteck des kleinen Benjamin zu verraten, nicht sein früherer Anwalt, nicht sein Sohn. In seiner Anwesenheit redet der Entführer immerhin, über Rache an den Banken, die am Hunger der Welt schuldig seien – eine Viertelstunde vor Ende des Tatorts. Aber ein Fortschritt? Fehlanzeige.

„Wir sind alle müde“, sagt Ritter dann. Weise Worte. Nur noch zehn Minuten Sendezeit. Was wird denn nun? Endlich, endlich, das durchaus anrührende Gespräch mit der Mutter bringt den Durchbruch. Sie verspricht, 10 Millionen für gute Zwecke zu spenden, und zack, Hubschrauber zum Landhaus in Brandenburg. Happy End. Alles andere wäre auch eine Zumutung gewesen.

Will man es positiv wenden, kann man sagen: Mal ein ganz anderer Tatort, eine Art Psycho-Kammerspiel am Sonntagabend. Aber es war zermürbend. Als Zuschauer musste man öfter dem Drang widerstehen, mal kurz auf einen anderen Kanal zu schalten.

Christian Risch

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