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Lübeck „The Voice“: Vom Baumarkt in die „Battles“
Lokales Lübeck „The Voice“: Vom Baumarkt in die „Battles“
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14:47 03.11.2018
Quelle: ProSieben/SAT.1/André Kowalski
Buntekuh

Sie ist aufgeregt, keine Frage: Als Kira Mesterheide zur besten Sendezeit am Donnerstagabend die Bühne von „The Voice of Germany“ betritt, ist sie unsicher. Backstage bibbern ihr Freund, ihre Mutter, ihr Bruder und ihre Schwester mit.

Die Jury, zugleich die Coaches, der achten Staffel: Michael Patrick Kelly (v. l.), Michi Beck, Smudo, Yvonne Catterfeld und Mark Forster. Quelle: ProSieben/SAT.1/André Kowalski

Zwei wollen Kira in ihrem Team haben

Kira singt „The Drugs don’t work“ von The Verve, und es dauert nicht lang, da haut Mark Forster auf den Button und dreht sich im Sessel um. Eine ganze Weile später betätigt auch Yvonne Catterfeld den Button. Forster will, als der letzte Ton und der Applaus verklungen sind, erst einmal ausgiebig mit Kira kuscheln. Später wird sie sich für ihn als Coach entscheiden.

Nach dem Auftritt: Coach Mark Forster umarmt Kira ziemlich lang, bevor er erfährt, ob sie sich für ihn oder Yvonne Catterfeld entschieden hat. Quelle: ProSieben/SAT.1/André Kowalski

Während die Fernsehzuschauer Kira auf der Bühne erleben, ist sie mit einigen Freunden in der Lübecker Kneipe „Flubdub“, um die Sendung zu verfolgen. Am nächsten Tag ist wieder Alltag, die junge Frau sitzt im blauen Hoody mit roter Aufschrift und an den Knien zerrissener Jeans in der Bäckerei von Allwörden im Bauhaus an der Lohgerberstraße. Hier verbringt sie ihre Mittagspause.

Angetan von der Atmosphäre

Sie ist glücklich, dass sie die erste Runde überstanden hat und erzählt von den Vorbereitungen auf die „Blind Audition“, von der familiären Atmosphäre unter den Teilnehmern und den ausgesprochen netten Vocal Coaches. „Sie sind klasse!“ Und obwohl der zugeteilte Song von The Verve eine Ballade ist, Kira aber eher auf Metal und HipHop steht, konnte sie sich schnell damit anfreunden.

Frontfrau einer Metal-Band

Mit Musik beschäftigt sich die 23-Jährige schon lange: Sie sang im Kirchen- und im Schulchor, nahm klassischen Gesangsunterricht, absolvierte einen Musical-Kurs und lernte Gitarre spielen. Außerdem war sie zwei Jahre in einer Coverband, jetzt ist sie Frontfrau der Band Hedgehog’s Dilemma, die Alternative Metal macht. Die Songs für die Band schreibt sie alle selbst.

Aus Spaß beworben

Wirklichen Ehrgeiz, mit ihrer Musik auf die große Bühne zu kommen, hatte sie bislang nicht. „Eigentlich“, sagt die 23-jährige Lübeckerin und grinst, „habe ich mich aus Spaß beworben.“ Sie sei mit Freunden feiern gewesen, sah in angeheitertem Zustand Werbung für die achte Staffel von „The Voice of Germany“ – und da sei es dann eben passiert. Sie schickte eine Bewerbung, hatte über drei Monate Castings und dann eine Weile nichts mehr gehört.

Großer Bruder ist Rapper PTK

Unterstützung erfährt Kira auch von ihrer Band. „Die fanden’s cool“, sagt sie. So cool, dass sie – ebenso wie ihre Familie – mit zur Blind Audition fuhren. Ihre Mutter, erzählt die 23-Jährige, habe sie bei allen musikalischen Vorhaben unterstützt, ebenso wie ihr älterer Bruder, der Berliner Rapper PTK. „Wir haben auch öfter schon zusammen gearbeitet, ich habe auf allen seinen Alben mitgesungen.“

Überraschung beim Blumengießen

Nach den umfangreichen Castings für „The Voice“ war erst einmal Funkstille. Umso größer dann die Überraschung: „Es war im Juni, kurz vor meiner Abschlussprüfung als Einzelhandelskauffrau im Bauhaus. Ich war gerade beim Blumengießen“, erzählt Kira, „als mir jemand plötzlich das Wasser abdrehte“. Dieser jemand war Model und Moderatorin Lena Gercke, und Kira ahnte, welche Nachricht sie überbringen würde.

Gefühle, die Kira vorher nicht kannte

Jetzt ist die junge Lübeckerin in der zweiten Runde von „The Voice of Germany“, hat vor den Coaches Michael Patrick Kelly, Michi Beck & Smudo, Yvonne Catterfeld und Mark Forster, vor Publikum im Studio und Millionen von Fernsehzuschauern bestanden. „Erst“, sagt Kira über die Gefühle vor der „Blind Audition“, „war es voll bedrückend, natürlich war ich sehr aufgeregt. Aber auf der Bühne war’s nach den ersten Tönen klasse, da kamen auch Gefühle auf, die ich vorher gar nicht kannte!“

Bibbern vor den Battles

Vor den nun anstehenden „Battles“ – sie tritt im direkten Vergleich mit einer Teilnehmerin oder einem Teilnehmer aus ihrem Team von Coach Mark Forster an – bibbert Kira ganz gewaltig, „denn in den Battles sind sehr starke Konkurrenten.“

Sendetermine

Wer Kiras Auftritt in der „Blind Audition“ 5 am Donnerstag verpasst hat, kann sie am Sonntag von 15.35 bis 17.55 Uhr bei ProSieben sehen.

Noch bis zum 18. November werden die Vorrunden gezeigt, die abwechselnd von ProSieben und Sat1 ausgestrahlt werden.

Der erste Battle wird ebenfalls am Sonntag, 18. November, ausgestrahlt: von 20.15 bis 22.50 Uhr bei Sat1, Wiederholung am Montag, 00.15 bis 2.30 Uhr, ebenfalls bei Sat1.

Wer es genau wissen will: Unter www.fernsehserien.de/the-voice-of-germany/sendetermine sind alle Termine zu finden.

Und natürlich hat sie nun auch der Ehrgeiz gepackt. Ihre Arbeit im Baumarkt hat sie auf Teilzeit reduziert, aber aufgeben würde sie diese selbst dann nicht, wenn sie bei „The Voice“ sehr, sehr weit käme. „Das bietet eine gewisse Sicherheit, außerdem mag ich meinen Job.“

Dem großen Traum ein Stück näher

Dennoch hat Kira Mesterheide einen großen Traum: „Musik zu machen und sie zu veröffentlichen!“ Diesem Traum kommt sie mit Sicherheit ein großes Stück näher.

Sabine Risch

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