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Lübeck Theater: 19428 Unterschriften gegen Sparplan
Lokales Lübeck Theater: 19428 Unterschriften gegen Sparplan
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20:19 23.11.2016

Sparen – oder nicht sparen? Das ist hier die Frage. Für Lothar Tubbesing ist die Antwort klar: Nicht sparen. Die Initiative „Wir machen Theater“ hat 19328 Unterschriften gesammelt und fordert, dass das Theater von der Sparliste der Hansestadt gestrichen wird. „Wir halten es für notwendig, dass die Mitarbeiter auch weiterhin die ohnehin nicht sehr hohen Gehälter nach Tarifen des Öffentlichen Dienstes bekommen“, schreiben die Theater-Liebhaber.

Der Hintergrund: Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) hat die Spielstätte an der Beckergrube auf seine Rotstiftliste gesetzt. Sie umfasst drei Millionen Euro. Damit will Saxe den Ausfall der Tourismusabgabe kompensieren, die CDU, Grünen, BfL, FDP, Freie Wähler und Linke gestoppt haben. Den größten Batzen soll das Theater beisteuern und insgesamt 800000 Euro sparen: jeweils 400000 Euro 2017 und 2018. Die Idee: Am Theater soll ein Haustarif eingeführt werden. „Das erscheint sinnvoll und erstrebenswert“, so Saxe. Zudem hätte Theaterdirektor Christian Schwandt schon vor Jahren einen Haustarif auflegen wollen.

Das Problem am Theater: Die stetig steigenden Löhne der Mitarbeiter mit 280 Vollzeitstellen, die sich am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes orientieren. Denn im Gegensatz dazu steigen aber nicht die Zuschüsse von Land und Stadt. Daher wird regelmäßig die Debatte über Löhne am Theater geführt. Das Gesamtbudget der Spielstätte am Stadttheater beträgt gut 22 Millionen Euro. Es wird finanziert von Land (10,3 Millionen Euro) und Stadt (8,3 Millionen Euro). Außerdem hat das Theater selbst Einnahmen von 3,6 bis 3,7 Millionen Euro.

Die BfL findet Saxes Sparplan richtig. „Irgendwo muss das Geld ja herkommen“, sagt Volker Krause. Die Bürgerschaft hatte den städtischen Zuschuss im Februar 2012 auf sieben Millionen Euro gedeckelt.

Ein halbes Jahr später gab es die erste Erhöhung. „Dann gab es wieder Geld obendrauf“, kritisiert Krause. „Jetzt sind wir bei mehr als acht Millionen Euro. Wo soll das hinführen?“ Sein Fazit: „Da muss man Leute entlassen.“ Kultursenatorin Kathrin Weiher (parteilos) fordert eine klare Entscheidung der Bürgerschaft. „Sie muss sagen, ob sie einen Haustarif will oder nicht.“ SPD-Fraktionschef Jan Lindenau: „Das ist Sache der Tarifparteien.“ Doch Weiher argumentiert: „Der letzte Beschluss der Bürgerschaft ist nicht ganz sauber.“ Ende 2015 hatten die Politiker entschieden, dass am Theater Tarife gezahlt werden. Den Zuschuss haben sie aber nur für 2016 erhöht. jvz

LN

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