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Lübeck Theater, Lesung & Film machen „letzte Etappe“ zum Thema
Lokales Lübeck Theater, Lesung & Film machen „letzte Etappe“ zum Thema
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20:30 21.09.2016

Wenn Claudia Sütfeld die Aktionswoche beschreibt, an der sie seit Januar mit viel Fleiß und Durchhaltevermögen feilt, dann fließen die Erfahrungen ein, die sie in den Vorjahren gesammelt hat. „Der Effekt ist der, dass wir auf diesem Wege Menschen ansprechen, die ansonsten nicht zu uns finden würden, die sich nicht trauen, weil sie sich allein schon durch die Wörter ,Palliativ’ und ,Hospiz’ abgeschreckt fühlen, mit dem Argument ,Gestorben wird später’“, erklärt die Veranstaltungsleiterin vom Palliativnetz Travebogen.

Dass sich jeder aber schon frühzeitig und ohne Schwermut gedanklich mit der letzten Lebensphase befassen kann, ist der Unterschiedlichkeit der vielen Veranstaltungen zu verdanken, die zwischen kommenden Mittwoch, 28. September, und Sonntag, 16. Oktober, geplant sind. „So steigen wir ein mit dem Kunstprojekt ,Before I die’, also ,Bevor ich sterbe’ am nächsten Mittwoch“, so Sütfeld, „es lädt Menschen ein, ihre persönlichen Hoffnungen in einem öffentlichen Raum aufzuschreiben und so zu teilen.“ Dazu wird auf der Domwiese für gut zwei Wochen ein beschreibbarer Kubus aufgestellt.

„Die Originalwand wurde von der Künstlerin Candy Chang im Februar 2011 geschaffen. Sie gestaltete nach dem Tod eines Verwandten eine Tafel an einer Hauswand in New Orleans“, erläutert die Organisatorin. Und seither habe es über 550 „Before I die“-Tafeln in 73 Ländern gegeben. „Nun ist auch Lübeck dabei.“

Die offizielle Eröffnung der 3. Hospiz- und Palliativwoche ist dann für Donnerstag, 6. Oktober, geplant – mit klassischer Musik und einer Lesung im Rathaus. Am nächsten Tag stellen sich der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst „Die Muschel“, das Hospiz „Rickers Kock Haus“ sowie der „Wünschewagen des ASB“ vor. Der Vortrag „Sterbehilfe. Unter Berücksichtigung der neuen gesetzlichen Regelungen“ im Dom-Gemeindesaal runden diesen Tag ab. Den „Welthospiztag“ macht am Sonnabend ein Gottesdienst in St. Marien zum Thema.

„Wir freuen uns auch, dass sich wieder die Sana-Klinik mit einer Vernissage beteiligt“, so Sütfeld. So kommen Bilder, die im Rahmen der Kunsttherapie auf der Palliativstation entstanden sind und von den Patienten gestiftet wurden, unter den Hammer. Weiterhin sind Vorträge geplant, ein Seminar zur „Kunst des Sterbens“, das Hörspiel „Schlafen Fische?“ in der Stadtbibliothek für Kinder ab zehn Jahren, der Film „I am breathing“ im Koki sowie ein kommentierter Rundgang über den Burgtorfriedhof. Ein Benefizlauf auf dem Buni soll dann noch zugunsten von „Horizonte“ Spenden sammeln.

„Dass in diesem Jahr der Ministerpräsident unser ehrenamtliches Engagement mit einem Grußwort im Flyer besonders würdigt, freut alle Beteiligten“, hebt Claudia Sütfeld explizit hervor.

Info: www.palliativwoche.de

Michael Hollinde

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