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Lübeck Theaterfiguren im Licht des 21. Jahrhunderts
Lokales Lübeck Theaterfiguren im Licht des 21. Jahrhunderts
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21:15 16.09.2016
Museumsleiterin Antonia Napp blickt auf Stofffiguren von Mechtild Nienaber. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Im TheaterFigurenMuseum Lübeck tummeln sich rund 1000 Figuren aus drei Jahrhunderten und von drei Kontinenten: Afrika, Asien und Europa. Ab kommenden Sonntag, 18. September, kommen weitere, ganz besondere Figuren hinzu. „Keine historischen Figuren, sondern Figuren, die bis vor Kurzem im Einsatz waren“, sagt Dr. Antonia Napp, Leiterin des TheaterFigurenMuseums.

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Das Museum im Kolk eröffnet seine Sonderausstellung „Ausgedacht & handgemacht“.

Die ausgestellten Figuren zeigen nicht nur verschiedene Werkphasen zeitgenössischer Künstler, sondern auch eine große Bandbreite an Techniken der Figurengestaltung: Von Figuren, die mit dem kleinen Finger gespielt werden über Inszenierungen aus 50 kleinen Köpfchen bis hin zu lebensgroßen Figuren, die mit mehreren Spielern bedient werden müssen. Die tschechische Künstlerin Michaela Bartonova zeigt beispielsweise in ihrer Darstellung der Figuren aus Verdis Rigoletto, so die Museumsleiterin, „eine expressionistische Art der Inszenierung. Eine Verfremdung.“ Auffällig sind auch die Figuren des reorganisierten Sommernachtstraums durch Michael Vogel. Seine Figuren bestehen teilweise nur aus Kopf und einem Bein und werden durch den Spieler ergänzt. „Eine Technik, die nicht mehr als Hand-, Stehpuppe oder Marionette einzuordnen ist“, so Napp. Aber auch die üblichen Verdächtigen fehlen in der Sonderausstellung nicht: Oben im Giebel des Museums sind unter anderem Herr von Bödefeld aus der Sesamstraße sowie Schneewittchen zu sehen. Dazu gehören natürlich auch die sieben Zwerge, deren markante Gesichtszüge der Künstler Jürgen Maaßen aus Papier geformt hat.

Die Sonderausstellung „Ausgedacht & handgemacht“ eröffnet morgen um 14 Uhr. Danach wird sie bis Mitte November zu sehen sein. Das mit der Ausstellung verknüpfte Figurentheater-Festival beginnt am Sonnabend, 1. Oktober, und endet mit einem Symposium zur Sonderausstellung am Sonntag, 30. Oktober, um 16 Uhr. Bei dem Symposium erzählen die Figurenbildner von ihrer Arbeitsweise, von Bautechniken, Dramaturgien und Herangehensweisen. Kurzum: Die Künstler erzählen, „wie sie ihre Kunst verstehen“, so Napp.

kar

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